Richtfest für die neue Betriebswerkstatt der Strohgäubahn

Landrat Dr. Rainer Haas: Bauarbeiten liegen im Zeitplan

Das Richtfest für die Betriebswerkstatt der Strohgäubahn.
Das Richtfest für die Betriebswerkstatt der Strohgäubahn.

Ungefähr zur Halbzeit der Bauarbeiten für die Betriebswerkstatt der Strohgäubahn in Korntal fand am Freitag das Richtfest statt. „Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan – dafür den ausführenden Firmen besten Dank! Im April nächsten Jahres wollen wir nach rund einem Jahr Bauzeit die neue Betriebswerkstatt einweihen“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas, Vorsitzender des Zweckverbands Strohgäubahn (ZSB), beim Richtfest der Betriebswerkstatt.

Dies, so der Landrat weiter, sei die dritte gute Nachricht zur Strohgäubahn innerhalb kurzer Zeit: Im Sommer sind die Bahnhöfe und Stationen Münchingen, Hemmingen, Gymnasium und Rührberg fristgerecht bis zum Schulbeginn umgebaut worden und der deswegen eingerichtete Schienenersatzverkehr für die Fahrgäste hat gut funktioniert. Der Chef der Kreisverwaltung nahm das zum Anlass, um der Württembergischen Eisenbahngesellschaft (WEG), die die Strecke im Auftrag des ZSB betreibt, zu danken.

Die neue Betriebswerkstatt wird die über hundert Jahre alte Werkstatt in Weissach ersetzen, in der nicht mehr alle Instandhaltungsarbeiten an den Fahrzeugen möglich sind. Sie dient der Wartung der acht RegioSchuttle RS1, die der Zweckverband Strohgäubahn auf der Strecke zwischen Korntal und Heimerdingen einsetzt. Überführungsfahrten nach Weissach sind dann nicht mehr erforderlich, die einzelnen Züge können vor Ort verlängert oder gekürzt werden. Nach der Fertigstellung können in der neuen Werkstatt außerdem auf drei Gleisen alle Überprüfungen, Wartungs- und Reinigungsarbeiten für die Triebwagen ausgeführt werden. Die Betriebsleitung kann in Korntal aus Hemmingen und aus der Werkstatt in Weissach zusammengeführt werden, weil im Anbau der neuen Werkstatt Betriebs- und Sozialräume für das Werkstatt- und Fahrpersonal der WEG entstehen.

Das Planfeststellungsverfahren für das Bauvorhaben dauerte fast zweieinhalb Jahre. Dabei wurde festgestellt, dass die Werkstatt die vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte einhält, den durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der Straße und den Gleisen der Deutschen Bahn bereits bestehenden Lärm aber reflektiert. Mit dem Neubau der Werkstatt stattet der ZSB daher alle betroffenen Gebäude auf seine Kosten mit passivem Schallschutz aus. Landrat Haas zeigte sich zufrieden, „dass die Schallschutz-Maßnahmen den Anwohnern zumindest Linderung bringen“.

Inklusive der Schallschutz-Maßnahmen kostet der Neubau der Werkstatt rund 6,2 Millionen Euro. Daran beteiligt sich das Land mit einer Fördersumme von rund 4,0 Millionen Euro. 26.9.2014