Richtfest für den zweiten Kreishaus-Erweiterungsbau:

Landrat Dr. Haas: „Eine weitere wichtige Etappe zur Vollendung des zweiten Erweiterungsbaus“

von links: Ministerialdirektor Helmfried Meinel, Bürgermeister Werner Spec, Landrat Dr. Rainer Haas und Architekt Thomas Kubeneck.
von links: Ministerialdirektor Helmfried Meinel, Bürgermeister Werner Spec, Landrat Dr. Rainer Haas und Architekt Thomas Kubeneck.

Das Richtfest für den zweiten Erweiterungsbau des Kreishauses hat am Freitag vor der Sitzung des Kreistags stattgefunden. Nachdem im Jahr 2007 das Gebäude in der Hindenburgstraße 30 eingeweiht worden ist, wird derzeit der zweite, weitgehend gleiche Abschnitt gebaut. „Mit dem heutigen Richtfest erreichen wir eine weitere wichtige Etappe zur Vollendung des zweiten Erweiterungsbaus“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas. „Wenn alles weiter wie geplant läuft, können die Fachbereiche Straßen, Vermessung mit Flurneuordnung, Landwirtschaft mit Ernährungszentrum, Gewerbeaufsicht und Teile des Jobcenters im September des nächsten Jahres in das neue Gebäude einziehen.“

Der Landrat ließ die wichtigsten Beschlüsse der vergangenen Jahre Revue passieren: Im Juli 2013 stimmte der Kreistag dem zweiten Bauabschnitt mit rund 200 Räumen und 10.500 Quadratmetern Gesamtfläche grundsätzlich zu, woraufhin die Vorplanung beginnen konnte. Im Dezember 2013 beschloss er den Erhalt und die Sanierung des Backsteingebäudes in der Friedrichstraße 71 – es umfasst weitere rund 1.500 Quadratmeter und wird künftig die Registratur beherbergen. In der Julisitzung 2014 sprach sich der Kreistag für die Entwurfsplanung und die Weiterbeauftragung des Planungsteams aus. Im Juli 2015 schließlich gab er die Freigabe für den Bau der zweiten Erweiterung sowie für die Sanierung des Gebäudes in der Friedrichstraße. Zugleich fand auch der Spatenstich statt. „Es freut mich sehr, dass wir heute – ziemlich genau zehn Jahre nach dem Richtfest für den ersten Bauabschnitt – das Richtfest für den zweiten Erweiterungsbau feiern können“, resümierte Haas. Geplant hat beide Gebäude das Architektur-Büro Kubeneck aus Berlin. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt der Kreishauserweiterung sind mit 22,3 Millionen Euro und für das Backsteingebäude mit 2,4 Millionen Euro veranschlagt.

Eine Besonderheit des zweiten Erweiterungsbaus ist, dass fast alle Beton-Bauteile aus Recycling-Beton gefertigt wurden. „Diese innovative Verwendung von Recycling-Material kann als Beispiel für andere Bauprojekte in ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus dienen“, ist sich Landrat Dr. Haas sicher. Die Kreisverwaltung erhielt für dieses Pilotprojekt eine Förderung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg in Höhe von rund 50.000 Euro. Aus diesem Grund nahm auch Helmfried Meinel, Ministerialdirektor im baden-württembergischen Umweltministerium, an dem Richtfest teil.

Abschließend wies Landrat Dr. Haas darauf hin, dass „der zweite Kreishaus-Erweiterungsbau nicht bedeutet, dass wir uns aus der Fläche zurückziehen. Im Gegenteil: Die Anlaufstellen der Schiller-VHS, des Allgemeinen Sozialen Dienstes und der Psychologischen Beratungsstelle sowie die Außenstellen in Gerlingen, Ditzingen, Bietigheim und Vaihingen mit Kfz-Zulassung und Jobcenter bleiben erhalten. Zudem schaffen wir eine neue Außenstelle in Besigheim“. Dagegen erhoffe sich die Kreisverwaltung durch die räumliche Zusammenlegung der Fachbereiche eine bessere Integration und Nutzung von Synergien sowie Einsparungen bei der allgemeinen Infrastruktur, wie EDV, Poststelle und zentrale Dienste, führte Haas aus. Ein weiterer Vorteil für die Kunden sei die Reduzierung der Anlaufstellen. 28.10.2016