Rebflurbereinigung am Hohenasperg

Landrat Dr. Haas zieht positive Zwischenbilanz: "Dieses Verfahren ist schon jetzt eine Erfolgsgeschichte"

Die Reaktionen von Bürgern und Teilnehmern der Rebflurbereinigung auf bereits ausgeführte Sanierungsarbeiten seien durchweg zustimmend, so der Landrat weiter. „Mit den zahlreich errichteten neuen echten Trockenmauern wird das kulturhistorisch bedeutende Gesamtbild der Festung Hohenasperg erhalten und ein für Flora und Fauna bedeutender Lebensraum gesichert und aufgewertet.“ Er hob hervor, dass die Mitarbeiter der Flurneuordnung des Landratsamts gute Erfahrungen mit der erstmalig eingesetzten ökologischen Baubegleitung gemacht hätten. Sie dient dazu, den Artenschutz sicher zu stellen, unter anderem für die am Hohenasperg vorkommenden Mauereidechsen und Wildbienen. Durch die ökologische Baubegleitung können Bauabläufe optimiert, mögliche Probleme rasch gelöst und Planänderungen leicht abgestimmt werden. Auch die Zusammenarbeit mit den ausführenden Firmen lobte der Landrat.

 

Wichtigstes Ziel des ersten Bauabschnitts war die Sanierung der talseitigen Mauer des mittleren Wegs, damit der Weg tragfähig bleibt – was die Voraussetzung für die weiteren Sanierungsarbeiten ist. Im zweiten Bauabschnitt, der Mitte Mai beginnt, werden die bergseitigen Mauern des mittleren Wegs saniert. Dieser Bauabschnitt umfasst die ökologisch sensibelsten Sanierungsarbeiten des Gesamtprojekts, da die Mauern die Hauptlebensräume der Mauereidechsen und Wildbienen sind. In den dann noch folgenden fünf Bauabschnitten werden weitere Mauern von privaten Eigentümern saniert.

 

Für das Flurneuordnungsverfahren am Asperger Berg sind insgesamt rund 5,57 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Baden-Württemberg leistet Zuschüsse in Höhe von insgesamt 2,3 Millionen Euro. Der Landkreis steuert insgesamt 180.000 Euro zu den Kosten der Flurbereinigungsarbeiten am Asperger Berg bei. Die gesamte Baufläche beträgt 27 Hektar, davon acht Hektar Wald und 6,6 Hektar Rebfläche. In sieben Bauabschnitten werden die Arbeiten bis zum Jahr 2016 ausgeführt. Dieser lange Zeitraum berücksichtigt die Forderungen des Naturschutzes, die Eingriffe in den ökologisch bedeutsamen Naturhaushalt am Hohenasperg zeitlich zu entzerren. Damit soll den neuen Lebensräumen Zeit gegeben werden, sich entsprechend entwickeln und an die neuen Bedingungen anpassen zu können. 19.4.2011