Pilotprojekt der Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg für Erstklässler

Bücherkoffer gibt es jetzt auch an der Freudentaler Grundschule

von links: Rektor Manfred Steffel (Grundschule Freudental), Regionaldirektor Hans-Michael Grimm (Kreissparkasse Ludwigsburg), Andrea Thormählen (Projektstelle „Sprachförderung Grundschule“ der Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg), Markus Schmitt (Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg) und Bürgermeister Alexander Fleig bei der Übergabe der Bücherkoffer.
von links: Rektor Manfred Steffel (Grundschule Freudental), Regionaldirektor Hans-Michael Grimm (Kreissparkasse Ludwigsburg), Andrea Thormählen (Projektstelle „Sprachförderung Grundschule“ der Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg), Markus Schmitt (Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg) und Bürgermeister Alexander Fleig bei der Übergabe der Bücherkoffer.

Die Bücherkoffer – ein Pilotprojekt der Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg, das kürzlich in Kornwestheim gestartet wurde – gibt es seit dieser Woche auch an der Grundschule in Freudental. Sie sollen das Vorlesen in Familien fördern. Dabei können die Schüler Koffer, in denen eine Auswahl an Literatur zusammengestellt ist, mit nach Hause nehmen, um die Bücher gemeinsam mit ihren Familien zu lesen. Rektor Manfred Steffel sagt: „Wir freuen uns sehr, dass neben unserer Klassenbücherei und dem Offenen Bücherregal nun auch die Bücherkoffer weitere Leseanreize für unsere Schüler schaffen.“ Das Bücherkoffer-Projekt wird gemeinsam von der Projektstelle Sprachförderung Grundschule der Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg, der Gemeinde Freudental, der Grundschule Freudental und dem Staatlichen Schulamt Ludwigsburg umgesetzt. Ermöglicht wird es durch die Unterstützung der Stiftung „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“ der Kreissparkasse Ludwigsburg.

Bürgermeister Alexander Fleig berichtet: „Im November startete unsere Initiative des Offenen Bücherregals. Ich freue mich sehr, dass es durch das Bücherkoffer-Projekt ergänzt wird. Unsere Bürgerstiftung wird pro Koffer zwei Bücher beisteuern.“

Der Vorlesekoffer wandert im Laufe eines Schuljahres von einem Kind zum nächsten. Jeder Schüler darf ihn für ein paar Wochen mit nach Hause nehmen. Die Bücherkoffer sind nicht nur für Leseanfänger gedacht, sondern auch für deren Eltern, Großeltern und Geschwister. „Den Familien wird so vermittelt, dass es sinnvoll ist, weiter vorzulesen, auch wenn ihr Kind jetzt zur Schule geht“, erklärt Andrea Thormählen von der Bildungsregion. In jedem der vier Koffer finden sich spannende Bücher, beispielsweise „Fünf freche Mäuse fahren ein Rennen“ von Chisato Tashiro. Das Sachbuch „Woraus ist mein Brot gemacht?“ von Karine Harel informiert auf anschauliche Weise über den Weg von der Weizenernte bis zum leckeren Pausenbrot. In die Welt der Gewürze und leckeren Düfte entführt das preisgekrönte Kinderkochbuch „Kochen mit Cocolino“.

Ziel des Projekts ist es, den Kontakt zwischen Schule und Familie zu stärken, das Lesen als attraktives Freizeitangebot in den Blickpunkt zu rücken und jede Familie mit Büchern in Berührung zu bringen. Gezeigt werden soll auch, dass Bücher nicht nur die Fantasie anregen, sondern auch ganz konkret im Alltag helfen.

Gefördert wird das Bücherkoffer-Projekt von der Stiftung der Kreissparkasse Ludwigsburg „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“. „Es ist toll, dass die Kinder mit den Bücherkoffern zum Lesen animiert werden“, freut sich Regionaldirektor Hans-Michael Grimm von der Kreissparkasse Ludwigsburg, der als Zehnjähriger ein begeisterter Leser der Abenteuer von „Huckleberry Finn“ war. Die Kreissparkassen-Stiftung finanziert die Projektstelle Sprachförderung Grundschule mit 50.000 Euro jährlich. Sie möchte vor allem Kinder mit Migrationshintergrund beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen. Eine Fortsetzung des Bücherkoffer-Projekts in weiteren Kommunen ist zu Beginn des Schuljahres 2015/16 geplant. 11.12.2014