Pflanzungen im Stadtwald Gerlingen

Wälder fit machen für die Herausforderungen der Zukunft

Revierleiter Simon Walz beim Setzen einiger Bäume im Gerlinger Stadtwald.
Revierleiter Simon Walz beim Setzen einiger Bäume im Gerlinger Stadtwald.

Wir wollen unsere Wälder auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten, daher schaffen wir heute die Grundlage für klimastabile und artenreiche Wälder“, sagt Revierleiter Simon Walz des Landratsamt-Fachbereichs Forsten. „Der Klimawandel schreitet schneller voran, als sich die Baumarten anpassen können. Deshalb muss ein Waldumbau hin zu klimastabilen Mischwäldern stellenweise durch Anpflanzungen erfolgen“, so der Fachmann. Daher pflanzen die Waldarbeiter der Stadt in diesem Jahr insgesamt 4.000 Eichen und 2.700 Douglasien sowie in geringerer Stückzahl Hainbuchen und andere Mischbaumarten.

 

Dass diese Investitionen nötig sind, um den Herausforderungen gewachsen zu sein, zeigte sich zuletzt vor etwas mehr als drei Monaten bei den Stürmen „Burglind“ und „Friederike“, die auch im Gerlinger Stadtwald deutliche Spuren hinterließen. Die Hoffnungen von Revierleiter Walz ruhen deshalb auf den Baumarten Eiche und Douglasie. Durch deren Anpflanzung kann die Stabilität des Waldes und seine Klimatoleranz erhöht werden.

 

Die Eiche bringt dabei viele Eigenschaften mit, die sich in Zeiten des Klimawandels als wertvoll erweisen können. Sie wurzelt tief und erreicht so auch in trockenen Jahren meist noch genug Wasser, um zu überleben. Gleichzeitig sorgen die tiefgehenden Wurzeln dafür, dass die Eiche stabiler gegenüber Stürmen ist als andere Baumarten, deren Wurzeln eher flach wachsen, wie beispielsweise die der Fichte. Ähnlich positive Eigenschaften bringt die Douglasie mit, die diese ursprünglich in Nordamerika beheimatete Baumart zur Hoffnungsträgerin unter den Nadelbäumen macht. Im Vergleich zu manch anderen Nadelbäumen ist die Douglasie wesentlich trockenheitsresistenter und zeigt auch bei schlechter Wasserversorgung noch ein vitales Wachstum.

 

„Wir hoffen jetzt auf günstige Witterung im Frühjahr, nicht zu trocken und nicht zu heiß, damit die gepflanzten Bäumchen gut anwachsen“, sagt Revierleiter Walz. Weitere Informationen finden Sie hier. 2.5.2018