Naturschutzwarte im Landkreis Ludwigsburg bilden sich fort

Der Erste Landesbeamte des Landkreises, Dr. Utz Remlinger, sagte bei der Besichtigung des Hebewerks in Pleidelsheim: „Wir unterstützen mit Nachdruck den Ausbau der Neckarschleusen zur Entlastung der umliegenden Kommunen vom Schwerverkehr.“ Remlinger bedankte sich außerdem bei den ehrenamtlichen Kräften für ihren Einsatz für die heimische Natur, von der alle Erholungssuchenden profitierten.  

 

Im Anschluss besichtigten die Naturschutzwarte die Naturschutzgebiete Pleidelsheimer Wiesental und Altneckar. Von einer Plattform am Rande des Sees im Wiesental beobachteten die Teilnehmer Kormorane und Silberreiher. Insgesamt sind in beiden Schutzgebieten etwa 180 Vogelarten nachgewiesen, 60 brüten dort auch. Bis heute ist das Pleidelsheimer Wiesental zum Beispiel der einzige Brutplatz des Nachtreihers im gesamten Landkreis. Zu den weiteren Themen der Fortbildungsveranstaltung gehörten der Hochwasserschutz am Neckar, das Spannungsfeld zwischen hohem Besucherinteresse und Schutz- sowie Ruhebedürftigkeit der Tier- und Pflanzenwelt, das Eschesterben, die Gefahren von Gullys für Amphibien und die Problematik von Hundekot auf Wiesen.

 

Zu den Hauptaufgaben der insgesamt 49 Naturschutzwarte im Landkreis Ludwigsburg, die in Kürze durch zwei weitere Ehrenamtliche verstärkt werden, gehört es, Menschen, die insbesondere an besucherstarken Feiertagen in der Natur unterwegs sind, über die Schutzvorschriften zu informieren und bei Verstößen beratend einzugreifen. Außerdem sind die Naturschutzwarte dafür zuständig, das Landratsamt als Untere Naturschutzbehörde über Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu informieren und dabei zu helfen, diese zu beseitigen.