Margit Lehmann erhält Bundesverdienstkreuz

Staatssekretär Jürgen Walter: Engagierte und kreative Streiterin für die Bildende Kunst im Landkreis Ludwigsburg - Landrat Dr. Haas: Hohe Auszeichnung für eine ideenreiche Künstlerin

Der Staat müsse auch danken können, so Staatssekretär Jürgen Walter, und mit dem Verdienstorden danke die Bundesrepublik Margit Lehmann in ganz besonderer Weise für ihren Einsatz. Besonders Lehmanns Engagement bei der Planung und Umsetzung der Landkreis-Ausstellungen „Neckarkunst I“ und „Neckarkunst II“ in den Jahren 2000 und 2006 sei „Beleg für ihr Gespür für das Außergewöhnliche“, so Landrat Haas zu der Geehrten. „Diese Ausstellungen haben wesentlich dazu beigetragen, dass der Neckar neu als Kunst- und Erholungsraum wahrgenommen wird. Sie haben weit über den Landkreis Ludwigsburg hinaus Beachtung gefunden. Es freut mich ganz besonders, dass es uns gelungen ist, an beiden Ausstellungen Künstler aus unseren Partnerkreisen zu beteiligen. Der Erfolg dieser Kooperation, die ein bedeutender Beitrag zu den kommunalen Partnerschaften des Landkreises war, ist in besonderem Maße dem großen Einsatz von Frau Lehmann zu verdanken“

 

„1979 wurden Sie das jüngste Mitglied des Bunds Bildender Künstlerinnen Württembergs e.V.“, so Haas weiter. „Als Künstlerin hatten Sie nicht nur ihr eigenes Werk im Blick, sondern setzten sich für die Interessen Ihrer Kollegen ein als Regionalleiterin beim Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg, Region Ludwigsburg. Sie hatten dieses Amt von 1994 bis 2006 inne und übten es von 2008 bis 2010 erneut aus. Regelmäßig banden Sie die Mitglieder des Verbands in neue Projekte ein, sie vertraten deren Anliegen in der Öffentlichkeit und vermittelten ihnen Ausstellungsmöglichkeiten – zum Beispiel im Schillerjahr 2005 ,Eine Bank für Schiller’ oder auch im Blühenden Barock“, sagte der Landrat. Zudem vermittelte Lehmann den Verbandsmitgliedern im Landkreis Strategien, mit denen sie sich erfolgreich im beruflichen Umfeld positionieren können. „Durch öffentliche Veranstaltungen und Aktionen, die Frau Lehmann in ihrer Zeit als Regionalleiterin organisierte, trug der Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg vor Ort zur Verbesserung der Akzeptanz künstlerischer Arbeit bei.“

 

Margit Lehmann, am 18. Juni 1940 in Neu-Ulm geboren, begann ihre künstlerische Tätigkeit 1970 in einem Volkshochschulkurs unter der Leitung des Asperger Malers Axel Lothar Napoleon Mondry. Sie wurde zunächst durch ihre Aquarellmalerei bekannt, wandte sich jedoch bald der abstrakten Malerei zu. Ihre erste Ausstellung war 1977 in der französischen Partnerstadt Aspergs, Lure, zu sehen, zahlreiche weitere Ausstellungen – auch im Ludwigsburger Kreishaus – folgten.