Lernfabrik 4.0 am Beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen eingeweiht

Landrat Dr. Haas: Leuchtturmprojekt bietet praxisnahe Lernumgebung, die ideal vorbereitet auf veränderte Berufswelt

Die Beruflichen Schulen hätten, so der Chef der Kreisverwaltung weiter, von jeher einen hohen Stellenwert beim Landkreis als Träger dieser Bildungseinrichtungen. „Wir stehen bei der Digitalisierung richtungsweisenden Innovationen positiv gegenüber und sehen es als unsere Aufgabe an, unsere Schulen in ihrem pädagogischen Bildungsauftrag bestmöglich zu unterstützen und ein optimales und störungsfreies Lernumfeld zur Verfügung zu stellen. Für das pädagogische Konzept unserer Beruflichen Schulen ist es wichtig, dass Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft eng zusammenarbeiten, wie es bei der Lernfabrik der Fall ist“, stellte Landrat Haas fest.

Mit der Lernfabrik am BSZ und der Kooperationsvereinbarung mit der ebenfalls kreiseigenen Carl-Schaefer-Schule Ludwigsburg seien die Voraussetzungen geschaffen worden, „kommenden Generationen im Landkreis Ludwigsburg auf die veränderten Produktions- und Kommunikationsprozesse der Industrie 4.0 mit einem innovativen Lernkonzept zu qualifizieren und das Konzept der Industrie 4.0 fassbar zu machen“. Das Leuchtturmprojekt biete eine praxisnahe Lernumgebung mit intelligenten Maschinen und digitalvernetzten Prozessen, die die Schülerinnen und Schüler ideal vorbereite auf die veränderte Berufswelt in der Industrie 4.0, so Haas weiter. Die Besonderheit dieser Lernfabrik sei, dass sie individuell, passend zum pädagogischen Konzept der Schule in enger Abstimmung mit den Unternehmen im Landkreis Ludwigsburg zusammengestellt wurde und aus realen Industriekomponenten besteht.

Im Schuljahr 2017/2018 würden Berufsschulklassen beider Schulen das Angebot erstmals nutzen. Landrat Haas dankte abschließend den zwölf Lehrerinnen und Lehrern, die im „Lernfabrik 4.0“-Team des BSZ das Konzept entwickelt, gemeinsam mit der Firma Teamtechnik umgesetzt haben und auch weiterhin überdurchschnittlich hohes Engagement aufbringen werden, um die Lernfabrik in anspruchsvollen Unterricht umzusetzen. „Sie haben großartige Pionierarbeit geleistet“, stellte Landrat Haas fest. Auch dem Wirtschaftsministerium dankte er für die gute Zusammenarbeit.

Rund 1,26 Millionen Euro hat die Lernfabrik gekostet. Davon übernimmt der Landkreis 0,62 Millionen Euro, das Land 0,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Lernfabriken 4.0“ und die Wirtschaft 0,14 Millionen Euro. Insgesamt beteiligen sich 16 Unternehmen aus dem Landkreis an den Investitionskosten. Der Landkreis trägt darüber hinaus die laufenden Kosten der Nutzung. Für die Lernfarbrik gibt es außerdem neun Kooperationspartner, die teilweise auch Mitglied im Beirat sind, der zur ständigen Begleitung und Weiterentwicklung der Lernfabrik 4.0 gegründet wurde. 4.10.2017