Landrat Dr. Rainer Haas: Von der zukunftsweisenden Technik profitieren in erste Linie die Patientinnen und Patienten

Der Chef der Kreisverwaltung und Vorsitzende des Kliniken-Aufsichtsrats nannte zwei Gründe für das Projekt: Die Elektro- und Klima-Lüftungstechnik des rund 30 Jahre alten Zentral-Operationssaals habe nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprochen und die ursprünglich acht Operationssäle mit den Ergänzungsräumen seien den heutigen Abläufen eines effizienten Operationsbereichs nicht mehr gerecht geworden. „Das jetzt abgeschlossene Projekt war die größte Baumaßnahme der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH seit ihrer Gründung im Jahr 1994 – an den Gesamtkosten hat sie 17,6 Millionen Euro mit eigenen Mitteln finanziert“, hob Landrat Haas hervor. Weitere 16,4 Millionen Euro kamen vom Land auf Grundlage des Zukunftsinvestitionsgesetzes, die restlichen fünf Millionen Euro aus dem Krankenhausbauprogramm des Landes. „Die Komplettsanierung der OP-Abteilung bei laufendem Betrieb des Restkrankenhauses war eine große Herausforderung, die alle Beteiligten mit Bravour gemeistert haben“, so das Fazit von Haas.

 

Nach intensiver Planung sind insgesamt 2000 Quadratmeter Fläche umgebaut, rund 100 Kilometer Stromkabel verlegt und 4000 Quadratmeter Lüftungskanäle eingebaut worden. Der zusätzliche, hochmoderne Hybrid-OP, der Operationssaal und Bild gebende Technik verbindet, musste als gesonderter Gebäudeteil angebaut werden, weil die darin untergebrachte Angiographieanlage eine besondere Raumhöhe von mehr als drei Metern benötigt. Die Operationssäle sind darüber hinaus digital vernetzt und auf diese Weise zentral steuerbar. Zur zukunftsweisenden Technik gehört auch, dass die Operationssäle mit dem Krankenhaus- bzw. Patienten-Informationssystem verbunden sind. Dadurch können Daten, Bilder und Videos, die während der Operation anfallen, der digitalen Patientenakte hinzugefügt und frühere Befunde und Bilder aufgerufen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, über die integrierte Audio- und Videotechnik Live-Bilder und -Videos in andere Operationssäle oder in einen Hörsaal zu übertragen, um Experten- und Zweitmeinungen einzuholen. Den neuen Operationsbereich, der im April seinen Betrieb aufnimmt, werden sechs Fachabteilungen nutzen. Außer dem neuen Operationsbereich mit seinen neun Sälen verfügt das Klinikum Ludwigsburg noch über weitere zehn Operationssäle und Eingriffsräume.