Landrat Dr. Rainer Haas empfängt Delegation aus Tirebolu im Kreishaus:

„Gerade in diesen Zeiten sind deutsch-türkische Partnerschaften wichtig, um auch bei schwierigen Themen im Gespräch zu bleiben“

Landrat Haas erinnerte daran, dass die Städtepartnerschaft zwischen Freiberg und Erzin die bisher einzige deutsch-türkische im Landkreis Ludwigsburg sei, und ermunterte die beiden Städte Marbach und Tirebolu, ihre freundschaftlichen Verbindungen langfristig in eine offizielle Partnerschaft zu überführen. „Solche persönlichen Verbindungen fördern das gegenseitige Verständnis und das Zusammenwachsen unterschiedlicher Nationen und Kulturen“, betonte er. Es gebe derzeit vor allem auf staatlicher Ebene Dinge, die von deutscher Seite mit Sorge betrachtet würden. Gleichwohl vertraue er darauf, dass sich das Verhältnis zwischen der Bundesrepublik und der Türkei wieder positiver entwickeln würde, fuhr er fort. „Ich bin davon überzeugt, dass die Kontakte auf der kommunalen Ebene dazu einen wesentlichen Beitrag leisten können“, sagte Haas. Die Teilnehmer aus Tirebolu, darunter Bürgermeister Abdullah Karabıçak sowie Stadträte und Vertreter der Stadtverwaltung, sahen dies ähnlich. Der Bürgermeister dankte für die Einladung ins Kreishaus und ergänzte, dass auch er aus diesem Grund interessiert sei, eine offizielle Partnerschaft mit Marbach aufzubauen.

Tirebolu ist eine kleine Hafenstadt an der anatolischen Schwarzmeerküste mit knapp 15.000 Einwohnern. Diese leben vor allem vom Haselnuss- und Teeanbau sowie vom Fischfang. Entstanden ist der Kontakt über einen Marbacher Bürger, der ursprünglich aus Tirebolu stammt. Neben den Besuchen in Marbach und Ludwigsburg stand auch ein „Stuttgart-Tag“ mit Besuch des Mercedes-Benz-Museums auf dem Programm der Delegation. 9.5.2018