Landrat Dr. Rainer Haas: Die Pünktlichkeit und die Anschlusssicherheit werden sich dadurch verbessern
Dort wurde der Oberbau – Schienen, Schwellen und Schotter – erneuert. Bei Tiefbauarbeiten wurden außerdem ein neuer Kabelkanal verlegt, bis etwa 25 Zentimeter unter dem Schotter der Untergrund stabilisiert, die Entwässerung des Bahndamms verbessert und die Einschaltkontakte für die Schranken der Bahnübergänge verlegt. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Weil die Züge in diesem Abschnitt nun 70 km/h statt 60 km/h fahren können, wird die Strohgäubahn eine größere Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit haben. Durch die bessere Gleislage ergeben sich zudem künftig geringere Instandhaltungskosten“, stellt Landrat Dr. Rainer Haas fest.
An den Gesamtkosten von rund 2,2 Millionen Euro zahlt das Land etwa 1,5 Millionen Euro, den Rest finanziert der Zweckverband Strohgäubahn mit Eigenmitteln. Das Projektmanagement lag bei der WEG. Bis zum Ende der Sommerferien stehen noch das Verdichten des Schotters und das millimetergenaue Ausrichten der neu verlegten Gleise mit einer 77 Tonnen schweren „Stopfmaschine“ auf dem Programm. Außerdem müssen noch die Schienen zu einem durchgehenden Band verschweißt werden. Während der Bauarbeiten war ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Münchingen und Weissach eingerichtet, zwischen Münchingen und Korntal/Stuttgart-Feuerbach verkehrte die Strohgäubahn planmäßig. Auf dem modernisierten Abschnitt fahren die Züge ab Montag, 12. September.
Nächstes Jahr wird die Sanierung der Strohgäubahn fortgesetzt mit dem Umbau aller Bahnhöfe und Haltepunkte, dem Ausbau der Strecke zwischen Hemmingen und Heimerdingen sowie der Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik auf der gesamten Strecke.
