Landrat Dr. Haas begrüßt deutsch-israelische Gruppe von Jugendlichen im Kreishaus

Wie ein gutes Miteinander gelingen kann

Landrat Dr. Rainer Haas (2. Reihe, 6. von rechts) empfing die Gruppe mit ihren Betreuern.
Landrat Dr. Rainer Haas (2. Reihe, 6. von rechts) empfing die Gruppe mit ihren Betreuern.

Eine zwölfköpfige deutsch-israelische Gruppe von Jugendlichen muslimischen Glaubens hat Landrat Dr. Rainer Haas am Mittwoch im Kreishaus begrüßt. Die Jugendlichen nehmen zurzeit teil an dem Projekt „Open Door“ im Pädagogisch-Kulturellen Centrum (PKC) Freudental. Im Rahmen des vom PKC und von der Highschool Kfar Manda im Unteren Galiläa in Israel angebotenen Projekts beschäftigen sie sich, teilweise von Experten unterstützt, eine Woche lang mit den Themen „Diskriminierung“ und „Ausgrenzung“ und suchen nach Lösungen, wie ein gutes Miteinander gelingen kann. Daneben besichtigen die Jugendlichen unter anderem eine evangelische Kirche, eine Moschee sowie eine Schule und ein Jugendhaus. Landrat Haas begrüßte das Projekt und kündigte an, dass es fortgesetzt wird.

„Für Menschen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Religionen ist das PKC ein hervorragender Ort, um sich zu begegnen und zu erfahren, wie das Leben woanders aussieht. Das Wichtigste ist nicht die Religionszugehörigkeit, sondern, dass wir in Frieden zusammenleben wollen. Angesichts der Terroranschläge ist es wichtiger denn je, dass wir eng zusammenstehen“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas. Er berichtete den Jugendlichen – acht aus Israel und vier aus Deutschland – von der seit 1983 bestehenden Freundschaft zwischen dem Landkreis Ludwigsburg und dem Oberen Galiläa in Israel und zeigte ihnen die in der Konferenzzone des Kreishauses ausgestellte Urkunde, mit der die Partnerschaft 1997 offiziell besiegelt wurde. Zum Schluss ging er noch auf die hohe Zahl von Flüchtlingen ein, die dem Landkreis zugewiesen werden: „Im vergangenen Jahr waren es 5000, für dieses Jahr waren sogar 8000 vorhergesagt, doch die Zuweisungen gehen zurzeit zurück, so dass wir hoffen, dass es weniger sein werden. Dennoch bleibt die Flüchtlingsunterbringung eine große Herausforderung für den Landkreis.“ Die deutsch-israelische Gruppe wird den Projektverlauf am 9. April, 20 Uhr, im PKC der Öffentlichkeit vorstellen. 8.4.2016