Landkreis bringt alle Akteure des Wohnungsbaus an einen Tisch

Bündnis soll helfen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen

Nahezu jeder ist entweder persönlich davon betroffen, bezahlbaren Wohnraum zu finden oder kennt dies aus seinem persönlichen Umfeld. Zugleich ist der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum eine der drängenden gesellschaftlichen Fragen. Zum Auftakt des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum waren zahlreiche gesellschaftliche und fachliche Perspektiven gefragt. Eingeladen waren Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, kommunale und private Wohnbaugesellschaften sowie deren Landesverbände, die Architektenkammer, Haus & Grund Region Ludwigsburg e.V., der Mieterbund  für Stadt und Kreis Ludwigsburg e.V., die Liga der freien Wohlfahrtspflege, der Bauernverband sowie sachkundige Bürgerinnen und Bürger.

 Landrat Dr. Rainer Haas begrüßte die Anwesenden und moderierte die Veranstaltung. „Ich freue mich, dass wir heute mit vielen wichtigen Akteuren ein Bündnis für bezahlbaren Wohnraum im Landkreis gegründet haben. Das Bündnis soll eine Informations- Diskussions- und Austauschplattform werden und das Thema im Landkreis stärker voranbringen.“ Die drei Referenten des Abends ergänzten sich ideal: es ging um die planerischen Voraussetzungen, die planerischen Knackpunkte sowie die praktische Umsetzung beim Bau von bezahlbarem Wohnraum. Thomas Kiwitt, Leitender Technischer Direktor des Verbands Region Stuttgart sprach über Rahmenbedingungen, Anforderungen und Lösungsansätze aus regionaler Perspektive: „Wir müssen einen gesellschaftlichen Diskurs darüber führen, was uns bezahlbarer Wohnraum wert ist.“

Der Präsident der Architektenkammer Markus Müller stellte Schlussfolgerungen und mögliche Ansätze des Strategiepapiers der Architektenkammer Baden-Württemberg für den Landkreis vor. Er plädierte dafür, die Stärken Baden-Württembergs zu nutzen und auch im bezahlbaren Wohnungsbau innovative und qualitative Formen zu erproben – gerade auch wenn verdichtet gebaut wird. „Menschen möchten sich wohlfühlen, dort wo sie wohnen.“

Carsten Schüler, Geschäftsführer der Bietigheimer Wohnbau GmbH zeigte die Handlungsmöglichkeiten einer kommunalen Wohnbaugesellschaft, insbesondere in Bietigheim-Bissingen auf. Er appellierte daran, vor allem preisgünstig, das heißt für die Mitte der Gesellschaft zu bauen.

 In einer anschließenden Diskussion bedankte sich Landrat Haas bei den zahlreich erschienenen privaten Bauträgern – und fügte hinzu: „Der Dank ist die schärfste Form der Bitte. Lassen Sie uns alle – private und öffentliche Bauträger – gemeinsam an Lösungsansätzen bei diesem drängenden Thema arbeiten!“ Es sei ausdrückliches Ziel der Veranstaltung, Argumente und Gesichtspunkte für ein Arbeitspapier zu dem Thema zu sammeln, an dem sich dann alle messen lassen müssten.11.10.2018