Landesminister Manfred Lucha besucht Landkreis – PsychoSoziales Netzwerk und Klinikum Ludwigsburg besichtigt

Körperliche und psychische Gesundheit im Mittelpunkt

Minister Luche (2. von rechts) im Gespräch mit Landrat Dr. Haas, Prof. Martin und Regionaldirektor Ziegler (v. rechts).
Minister Luche (2. von rechts) im Gespräch mit Landrat Dr. Haas, Prof. Martin und Regionaldirektor Ziegler (v. rechts).

Manfred Lucha, Landesminister für Soziales und Integration, hat am Donnerstagvormittag den Landkreis Ludwigsburg besucht. Auf dem Besichtigungsprogramm standen in Ludwigsburg das PsychoSoziale Netzwerk (PSN) Ludwigsburg und das Klinikum Ludwigsburg. „Sowohl das PSN als auch das Klinikum Ludwigsburg sind zwei bedeutende, weit über die Kreisgrenzen angesehene Einrichtungen für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der RKH Kliniken, zu denen die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH gehören, bei der Begrüßung des Gasts. Auch Minister Lucha sparte nicht mit Lob für die Gastgeber: „Der Landkreis Ludwigsburg ist sozialplanerisch und in der Gesundheitsversorgung hervorragend aufgestellt. Vor allem ist er ein Leuchtturm und echter Pionier, was die sektorenübergreifende Weiterentwicklung der Versorgungstrukturen anbetrifft. Hier werden sowohl die ambulante und stationäre Versorgung als auch Gesundheitsförderung und Prävention, Rehabilitation, Pflege und Palliativversorgung klug zusammengedacht.“

Im PSN wurde dem Minister das Lebenszentrum und das System der „Flexiblen Hilfen“ von der PSN-Geschäftsführerin Angelika Tinter, Sebastian Heß, Leiter des Lebenszentrums, sowie Landkreis-Sozialplanerin Christiane Keuter vorgestellt. Das PSN ist der einzige Träger der Eingliederungshilfe im Landkreis Ludwigsburg, der ausschließlich im Bereich der Gemeindepsychiatrie tätig ist. Das Lebenszentrum ist entstanden als Alternative zu einem stationären Wohnangebot. Dort werden Menschen unterstützt, die aufgrund einer psychischen Erkrankung erheblich in ihrer Teilhabe eingeschränkt sind. Die Menschen wohnen in Apartments und können ihren Alltag – soweit wie möglich – selbst gestalten. Unterstützung erhalten sie sowohl individuell als auch in Gruppenangeboten. Dabei stehen die Ziele und Wünsche der Leistungsberechtigten im Mittelpunkt. „Der Landkreis Ludwigsburg hat gemeinsam mit den Leistungserbringern in der Eingliederungshilfe, wie dem PSN, bereits frühzeitig innovativ Verfahren für die personenzentrierte Teilhabeplanung und Vergütung entwickelt und umgesetzt“, stellte Landrat Haas fest. „Ich bin sehr beeindruckt und freue mich darüber, dass der Geist unseres personenzentrierten Ansatzes, den sich das Land im neuen Landespsychiatrieplan, aber auch in der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes auf die Fahnen geschrieben hat, hier im Landkreis deutlich zum Ausdruck kommt“, sagte Minister Lucha.

Anschließend besuchte Minister Lucha im Klinikum Ludwigsburg die Geschäftsführersitzung der QuMiK (Qualität und Management im Krankenhaus GmbH) und besichtigte das Telemedizin-Zentrum. Dort wurde ihm per Live-Schaltung das Simulationszentrum in der Tagesklinik Vaihingen vorgestellt. Außerdem erlebte er auf gleiche Weise eine Visite auf der Intensivstation Mühlacker mit und sprach mit Dr. Dr. Saskia Biskup in Tübingen über telemedizinische Beratung zur Humangenetik. „Hier zeigt sich einmal mehr, wie wir die Digitalisierung im Gesundheitswesen für die Patientinnen und Patienten nutzbar machen können – der Landkreis Ludwigsburg ist auch hier absolut auf dem richtigen Weg“, sagte der Minister. „Wir begrüßen sehr das Signal von Minister Lucha, die telemedizinischen und innovativen sektorübergreifenden Projekte der RKH Kliniken zu unterstützen“, sagte Prof. Jörg Martin, Geschäftsführer der RKH Kliniken. „Ich denke, es ist deutlich geworden, dass unsere Kliniken auf dem neuesten Stand der Medizin sind“, ergänzte Landrat und RKH Kliniken-Aufsichtsratsvorsitzender Haas abschließend.