Jubiläumsfeier mit Podiumsdiskussion an der Robert-Franck-Schule:

Landrat Dr. Rainer Haas: Einrichtung des Wirtschaftsgymnasiums im Jahr 1966 war ein Meilenstein in der Geschichte der Schule

Gut besucht war die Jubiläumsfeier an der Robert-Franck-Schule.
Gut besucht war die Jubiläumsfeier an der Robert-Franck-Schule.

Das 50-jährige Bestehen ihres Wirtschaftsgymnasiums hat die Robert-Franck-Schule (RFS) in Ludwigsburg am Donnerstag mit einer Jubiläumsfeier und einer Podiumsdiskussion begangen. Landrat Dr. Rainer Haas sagte: „Die Robert-Franck-Schule hat sich von einer reinen Berufsschule zu einer zukunftsorientierten kaufmännischen Schule mit einem vielfältigen Bildungsangebot weiterentwickelt. Die Einrichtung des Wirtschaftsgymnasiums im Jahr 1966 war dabei ein Meilenstein.“

Das Bildungsangebot der RFS habe sich den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit stets angepasst, erläuterte Landrat Haas. So sei innerhalb des Wirtschaftsgymnasiums auch die Einführung des zweiten Profils „Internationale Wirtschaft“ – neben dem bereits bestehenden Profil „Wirtschaft“ – im Jahr 2012 folgerichtig gewesen. „Die konstant hohen Schülerzahlen belegen die anhaltende Attraktivität dieses Beruflichen Gymnasiums: Im Schuljahr 2016/2017 besuchen 350 Schülerinnen und Schüler in zwei Profilen und 14 Klassen das Wirtschaftsgymnasium der Robert-Franck-Schule“, sagte Haas. „Das ist sehr erfreulich, denn unsere starke Wirtschaft im Landkreis benötigt bestens ausgebildeten Nachwuchs.“

Landrat Haas hob hervor, dass die RFS ihr hohes Niveau der Ausbildung seit 2007 mit einem kontinuierlichen Qualitätsentwicklungsprozess sichere. „Das Leitbild und die Partnerschaften mit drei Unternehmen sowie zwei Schulen in Israel und Frankreich zeigen zudem, dass die Robert-Franck-Schule eine moderne und lebendige Bildungseinrichtung ist.“ Abschließend erinnerte der Chef der Kreisverwaltung daran, dass in Baden-Württemberg die Beruflichen Gymnasien seit dem Jahr 1967 unter dieser Bezeichnung existieren, das Wirtschaftsgymnasium der Robert-Franck-Schule also zu den Beruflichen Gymnasien der ersten Stunde im Land gehört.

Gegründet wurde die Robert-Franck-Schule 1904 als „Städtische Handelsschule“. 1925 wurde das Bildungsangebot weiterentwickelt durch eine berufliche Vollzeitschule (Höhere Handelsschule). 1934 erhielt sie ihren Namen nach dem Unternehmer Robert Franck, der Mäzen der Schule und der Stadt war. 1966 wurde die Schule um das Wirtschaftsgymnasium mit der Möglichkeit zur Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife erweitert. Seitdem wurden wiederholt neue Bildungsangebote eingerichtet, unter anderem 2012 die Einführung des Beruflichen Gymnasiums mit dem Profil Internationale Wirtschaft, 2013 neue Ausbildungsberufe im Bereich der kaufmännischen Berufsschule sowie 2014 Vorbereitungsklassen mit dem Schwerpunkt Deutschkenntnisse für Flüchtlinge. Am 1. August 1970 übernahm der Landkreis Ludwigsburg die Trägerschaft. Bis heute haben rund 4.600 junge Frauen und Männer ihre Hochschulzugangsberechtigung an der RFS erlangt. 2.12.2016