Jahressitzung der ehrenamtlichen Naturschutzwarte des Landkreises:

Vor Ort über die Remstal Gartenschau 2019 informiert

Umweltdezernent Dr. Christian Sußner (zweiter von links), Bettina Marx vom Regierungspräsidium Stuttgart (vierte von links) sowie Lana-Nele Lohrmann von der StadtRemseck (Bildmitte, mit grünem T-Shirt) mit den ehrenamtlichen Naturschutzwarten sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der unteren Naturschutzbehörde.
Umweltdezernent Dr. Christian Sußner (zweiter von links), Bettina Marx vom Regierungspräsidium Stuttgart (vierte von links) sowie Lana-Nele Lohrmann von der StadtRemseck (Bildmitte, mit grünem T-Shirt) mit den ehrenamtlichen Naturschutzwarten sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der unteren Naturschutzbehörde.

Zu ihrer Jahressitzung kamen kürzlich die ehrenamtlichen Naturschutzwarte des Landkreises zusammen. Bei dem Termin in Remseck am Neckar erhielten sie vor Ort Informationen über die Remstal Gartenschau 2019: Zu Fuß ging es durch das Naturschutzgebiet „Unteres Remstal“. Dabei erläuterte Lana-Nele Lohrmann von der Stadtverwaltung Remseck an verschiedenen Stationen die Planungen für die Gartenschau. Außerdem stand die Besichtigung der Wasserkraftanlage und des Wehrs auf dem Programm. Dr. Christian Sußner, der zuständige Dezernent des Landratsamts Ludwigsburg, begrüßte die Teilnehmer und dankte Ihnen für ihre wertvolle ehrenamtliche Arbeit für den Naturschutz im Landkreis.

 

Remseck liegt an der Mündung der Rems in den Neckar und wird deshalb von Mai bis Oktober 2019 auch Teil der Remstal Gartenschau 2019 sein, die von Aalen bis Remseck auf den knapp 80 Kilometern entlang der Rems stattfindet. Durch die zahlreichen Veranstaltungen werden aber auch Belastungen für den Naturraum erwartet, die bei der Jahressitzung thematisiert wurden – beispielsweise durch eine große Zahl von Besuchern. Denn in Remseck liegt das regional bedeutsame, sich auf zwei Landkreise erstreckende Naturschutzgebiet „Unteres Remstal“, das Teil des NATURA-2000-Gebiets „Unteres Remstal und Backnanger Bucht“ ist. Das „Untere Remstal“  ist europarechtlich als Vogelschutz- und FFH-Gebiet geschützt. Deshalb steht die Naturschutzverwaltung für die Planungen zur Gartenschau als Ansprechpartner zur Verfügung, um naturschutzrechtliche Konflikte bereits im Vorfeld erkennen und ausräumen zu können.

 

Neben zusätzlichen Remsbalkonen bzw. „Remsblicken“ am Flussufer unterhalb des Naturschutzgebiets sind sogenannte schwimmende Gärten auf der Rems vorgesehen. Das linke Remsufer bleibt dagegen der örtlichen Naherholung vorbehalten. Auch der ehemalige Steinbruch Epple, der am überregionalen Wander- und Radweg und gleichzeitig im Landschaftsschutzgebiet liegt, gilt als geschützter Lebensraum und wichtiger Brutplatz, beispielsweise für Wanderfalken, Uhus, Kohlraben und Dohlen und soll daher während der Gartenschau nur mithilfe gelenkter Besucherströme erkundet werden können.

 

Ein Heckenpflege-Projekt wird zusammen mit dem Schwäbischen Albverein realisiert. Erste Pflegearbeiten gab es bereits im Januar 2017. Bettina Marx von der Abteilung Umwelt des Regierungspräsidiums Stuttgart erläuterte darüber hinaus das Projekt „Information als Bildungsroute mit QR-Code“. Dieses wird als Kooperation von Regierungspräsidium sowie den Städten Waiblingen und Remseck umgesetzt. Dabei können Besucher mit einer App auf dem Smartphone vor Ort einen QR-Code scannen. Diese App schlägt dann Wanderrouten vor und informiert über Wissenswertes zu dem Landschafts- und Naturschutzgebiet. Mitarbeiter des Landratsamts erläuterten abschließend den Umbau am Wehr und an der Wasserkraftanlage bei der Neckarremser Mühle. Dort wird eine Fischtreppe angelegt, die Fische und andere Wasserorganismen in beiden Fließrichtungen der Rems nutzen können. 10.10.2017