Girls’ Day: Zwölf Schülerinnen nutzen Angebot des Fachbereichs „Vermessung, Flurneuordnung und Geoinformation“

Einen Tag lang die Welt der Vermessung erkundet

Die Teilnehmerinnen des Girls' Day mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs "Vermessung, Flurneuordnung und Geoinformation"
Die Teilnehmerinnen des Girls' Day mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs "Vermessung, Flurneuordnung und Geoinformation"

Vermessung hat schon lange nichts mehr mit alten Messstangen zu tun, sondern bedient sich hochmoderner Technik. Diese Erfahrung konnten zwölf Schülerinnen am Girls’ Day 2014 beim Angebot des Fachbereichs Vermessung, Flurneuordnung und Geoinformation des Landratsamts machen. Sie stellten fest, dass ihnen die Ergebnisse des amtlichen Vermessungswesens, die sogenannten Geobasisdaten, im Alltag begegnen. Hierzu gehören beispielsweise das Navigationsgerät oder die aktive Karte im Internet, die mit einem Mausklick Informationen zum Kartenobjekt liefert.

Einen Einblick in verschiedene Tätigkeitsfelder des Fachbereichs bekamen die Schülerinnen am Vormittag. Mit dem Geoinformationssystem des Landratsamts, dem die Geobasisdaten des Liegenschaftskatasters hinterlegt sind, suchten und entdeckten sie ihr Wohnhaus in der digitalen Karte. Dabei vermittelten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Geobasisdaten. Einen Kontrast dazu bildete das Herumstöbern in alten Karten und Handrissen, die bis in das Jahr 1825 zurückreichen. Diese für die Festlegung der Flurstücksgrenzen zum Teil heute noch gültigen Unterlagen des Liegenschaftskatasters werden im Archiv des Fachbereichs aufbewahrt. Die Teilnehmerinnen bewunderten, mit welcher Sorgfalt und Präzision die „alten Vermesser“ riesige Karten von Hand zeichneten. Im praktischen Teil des Tages führten die Mädchen die Messungen erstmal ganz bodenständig mit Meterstab und Maßband aus, bevor es dann zur „Schatzsuche“ auf die grüne Wiese ging. Dort kam dann modernste Vermessungstechnik zum Einsatz: Mit einem GNSS-Empfänger, der eine Positionsbestimmung durch Auswertung von Satellitensignalen vornimmt, und vorgegebenen Koordinaten konnten die Schülerinnen versteckte Hinweise finden, die dann schließlich zur Schatzkarte führten. Diese wies den Schülerinnen anhand einer Skizze und vielen Maßzahlen den Weg. Am Ende des Tages konnten alle Teilnehmerinnen nicht nur die Naschereien aus dem Schatzfund, sondern auch viele Eindrücke und neues Wissen über die Welt der Vermessung mit nach Hause nehmen.