Feierliche Einweihung am Freitag:

Landrat Dr. Haas: Der zweite Erweiterungsbau des Kreishauses und das Backsteingebäude runden das Gesamtprojekt sinnvoll ab

Die Einweihung fand am Freitag mit zahlreichen Gästen statt.
Die Einweihung fand am Freitag mit zahlreichen Gästen statt.

Der zweite Erweiterungsbau des Ludwigsburger Kreishauses (Hindenburgstraße 30/1) ist am Freitag feierlich eingeweiht worden. Landrat Dr. Rainer Haas sagte bei diesem Anlass: „Der zweite Erweiterungsbau und das Backsteingebäude Friedrichstraße 71 runden das Gesamtprojekt sinnvoll ab, das bis in das Jahr 2002 zurückgeht und mit der Einweihung des ersten Erweiterungsbaus 2007 das erste Etappenziel erreichte.“ Der Chef der Kreisverwaltung stellte zufrieden fest, dass sowohl der Kostenrahmen von 22,3 Millionen Euro für das Gebäude – hinzu kommen rund 2,6 Millionen Euro für den Erhalt und die Sanierung des Backsteingebäudes Friedrichstraße 71 – als auch die Bauzeit von 27 Monaten eingehalten worden sind. Die Verwendung des Recycling-Betons für den zweiten Erweiterungsbau hob Landrat Haas ebenfalls hervor: „Die Verwendung von Recycling-Beton ist innovativ und ressourcenschonend – der Landkreis übernimmt damit einmal mehr eine Vorbildfunktion.“

 

Grundvoraussetzung für das Gelingen des Recycling-Beton-Einsatzes sei die offene, bedenkenlose Haltung der Kreistagsmitglieder, der Planer und der Verwaltung gewesen. „Das baden-württembergische Umweltministerium propagiert seit geraumer Zeit, den Einsatz von hochwertigem Recycling-Beton, der aus Abbruchmaterial hergestellt wird, um die knapper werdenden Kiesressourcen zu schonen und lange Transportwege von Betonkies zu verkürzen. Als abfallwirtschaftlich engagierter Landkreis stand es uns gut zu Gesicht, Recycling-Beton einzusetzen. Der zweite Erweiterungsbau des Kreishauses ist das größte uns bekannte Gebäude in Deutschland, für dessen Errichtung Recycling-Beton verwendet wurde.“

 

In das Gebäude sind bereits im Oktober und November die Fachbereiche „Landwirtschaft“, „Straßen“ sowie „Vermessung, Flurneuordnung und Landkreisentwicklung“ eingezogen, außerdem das Ernährungszentrum Mittlerer Neckar des Landratsamts sowie die Geschäftsstelle Schwieberdinger Straße, die Widerspruchsstelle und die Firmenberatung des Jobcenters Landkreis Ludwigsburg. „Durch diese Zentralisierung erreichen wir kurze Wege und Synergien und auf lange Sicht Einsparungen durch weggefallene Mietkosten“, stellte Landrat Haas fest. Gleichzeitig ziehen wir uns nicht aus der Fläche zurück – im Gegenteil: Unsere zusätzliche Außenstelle in Besigheim wollen wir Anfang März 2018 eröffnen.“ Mit der Erhaltung und Sanierung des historischen Backsteingebäudes Friedrichstraße 71 habe man einen Wunsch der Stadt Ludwigsburg erfüllt. Das Gebäude bekomme nun eine neue Funktion, indem es die Registratur des Landratsamts sowie die Kühltechnik des zweiten Erweiterungsbaus aufnehme. „Das Gesamtensemble ist gelungen – es passt sich hervorragend in die Umgebungsbebauung ein“, bilanzierte der Chef der Kreisverwaltung.

 

Er wies auch auf die neue Elektro-Ladesäule in der Eugenstraße in unmittelbarer Nachbarschaft der beiden Erweiterungsbauten hin, wo ab sofort Elektrofahrzeuge aufgetankt werden können. „Gemeinsam mit den Stadtwerken Ludwigsburg haben wir in den Ausbau der Elektromobilität investiert und auch hier zukunfts- und umweltbewusst gehandelt“, sagte Landrat Haas. Die Investitionskosten von 12.000 Euro teilen sich Landkreis und Stadtwerke.

 

Der zweite Erweiterungsbau beherbergt auf einer Brutto-Grundfläche von rund 10.000 Quadratmetern rund 200 Räume mit einer Nutzfläche von 7500 Quadratmetern, eine Schulungsküche mit acht Arbeitsplätzen für 16 bis 18 Nutzer, einen Hauswirtschaftsraum, einen Schulungsraum, einen Speisesaal sowie eine öffentliche Registratur für Karten des Fachbereichs „Vermessung, Flurneuordnung und Landkreisentwicklung“. Der Neubau verfügt außerdem über eine Tiefgarage mit 80 Stellplätzen. Unterirdisch gibt es außerdem für Autofahrer und Fußgänger eine Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Erweiterungsbau sowie für Fußgänger zwischen dem zweiten Erweiterungsbau und dem Backsteingebäude. Der Recycling-Beton wurde für die Gründungspfähle sowie für die Wände und Decken eingesetzt. Insgesamt sind rund 3500 Kubikmeter Recycling-Beton für den zweiten Erweiterungsbau verwendet worden. Das Land hat die innovative Verwendung des Recycling-Betons mit rund 50.000 Euro gefördert. 18.12.2017