Endspurt bei den Brennholzversteigerungen

Weitgehend abgeschlossen sind am Ende des Winters die Brennholzversteigerungen im Landkreis. Auf mehr als 30 Versteigerungen im ganzen Landkreis konnten sich hunderte Brennholzkunden bei kurzen Anfahrts- und Transportwegen mit über 12.000 Festmetern regional erzeugtem Brennholz für die nächsten Winter eindecken. Die Nachfrage war ähnlich wie in den vergangenen Jahren hoch und die kommunalen Waldbesitzer konnten gute Erlöse erzielen. Wer noch kein Brennholz erworben hat, kann auf den Versteigerungen in Münchingen (10. März), Sachsenheim (14. März) und Bönnigheim (20. März) die letzten Chancen nutzen, bevor die Saison zu Ende geht.

 

Der Fachbereich Forsten des Landratsamts appelliert an alle Brennholzkunden, die Vorschriften zur persönlichen Schutzausrüstung zu beachten. Das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung dient der Sicherheit und kann bei einem Unfall schwerere Verletzungen vermeiden. Die persönliche Schutzausrüstung sollte aus einem Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz, einer Schnittschutzhose und Handschuhen bestehen, mit Oberbekleidung in Signalfarben kann die Sicherheit noch einmal erhöht werden.

 

Der Brennstoff Holz ist die regionale und ökologische Alternative zu Heizöl und anderen fossilen Energieträgern. Brennholz wird nachhaltig und regional in den heimischen Wäldern unter Beachtung hoher Standards in der Waldwirtschaft produziert. Bei der Verbrennung von Holz offenbaren sich noch weitere Vorzüge: Es wird nur so viel CO₂ abgegeben, wie zuvor gebunden wurde: Die Verbrennung von Holz ist also klimaneutral. Durch die regionale Verfügbarkeit werden zudem lange Transportwege vermieden. Ein Festmeter Holz hat etwa den gleichen Brennwert wie 280 Liter Heizöl – mit der Verbrennung eines Festmeters Holz kann die Umwelt so um 0,8 Tonnen zusätzliches CO₂ entlastet werden.

 

Laut Zahlen des Umweltbundesamtes entschärft sich auch die in der Vergangenheit oft thematisierte Problematik um den Ausstoß von Feinstaub durch Holzfeuerungsanlagen zunehmend. Durch die Modernisierung der Holzfeuerungsanlagen ging die Feinstaubemission im Zeitraum von 2010 bis 2015 um ein Drittel zurück.

 

Damit alle Vorteile voll ausgenutzt werden können, muss das Brennholz in erster Linie trocken genug sein. Die ausreichende Trocknung erreicht man, indem das Holz sachgerecht und lange genug gelagert wird. Hierbei gilt es folgende einfache Grundlagen zu beachten: Nadelholz sollte mindestens ein Jahr lang trocknen, Laubholz zwei Jahre. Je kleiner das Holz vor der Lagerung aufgespalten und gesägt wird, desto besser. Daher sollte es am besten gleich in gebrauchsfertige Stücke aufgearbeitet und dann luftig, aber abgedeckt gelagert werden. Ist das Holz gut getrocknet, kann es sauber verbrannt werden. Weitere Informationen rund ums Brennholz sind im Forst BW Flyer „Brennholz Aufarbeiten und Lagern“ zusammengefasst, dieser ist online unter www.forstbw.de verfügbar.

 

Wer noch keinen Motorsägenschein gemacht hat und in den nächsten Jahren Brennholz aufarbeiten möchte, kann sich melden bei Steffen Frank vom Fachbereich Forsten unter der Telefonnummer: 07152-52488 oder per Mail (steffen.frank@landkreis-ludwigsburg.de), um Informationen über die nächsten Kurse zu bekommen, die ab Herbst 2018 stattfinden. 6.3.2018

 

 

Die Nachfrage nach Brennholz war auch in diesem Winter hoch.
Die Nachfrage nach Brennholz war auch in diesem Winter hoch.