Durchbruch für die Stadtbahn Kreis Ludwigsburg

Die am Projekt direkt beteiligten Kommunen Ludwigsburg, Möglingen, Markgröningen und Remseck sowie die Stadt Kornwestheim, die Gemeinde Schwieberdingen und der Landkreis Ludwigsburg haben sich beim Verkehrsgipfel im Ministerium auf einen Kompromiss geeinigt: Gemeinsam will man das Stadtbahnprojekt vorantreiben, zügig Beschlüsse in den politischen Gremien herbeiführen und eine gemeinsame Projektorganisation (z.B. einen Zweckverband) für eine Niederflurstadtbahn gründen. In einem ersten Schritt soll dafür die Trasse zwischen Ludwigsburg und Markgröningen als Stadtbahnstrecke reaktiviert werden. Das Land hat der Stadt Ludwigsburg im selben Zuge Fördermittel für ein Schnellbussystem (Bus Rapid Transit – BRT) in Aussicht gestellt. Die BRT-Busse dürfen Stadtbahnrealisierung nicht beeinträchtigen. „Ich bin froh, dass wir diesen Kompromiss nun gefunden haben, jetzt können wir zügig einen Förderantrag stellen und die Stadtbahn für den Kreis Ludwigsburg auf den Weg bringen“, so Landrat Dr. Rainer Haas. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei Ministerialdirektor Professor Uwe Lahl, der diese Einigung maßgeblich moderiert hat, und bei allen beteiligten Damen und Herren Oberbürgermeister und Bürgermeister, die diese Lösung gemeinsam erarbeitet haben“, so Haas weiter.

 Die Einigung hat umso größeres Gewicht, weil sie von den beim Gipfel anwesenden Rathauschefs und von Landrat Dr. Rainer Haas persönlich unterschrieben wurde. Bereits vergangene Woche hatte das Stadtbahnprojekt politischen Rückenwind von Bund und Land erhalten. Nachdem das Land zuvor seine grundsätzliche Förderbereitschaft signalisiert hatte, hat nun auch der Bund den Status des Stadtbahnprojekts als Förderkandidat bestätigt. Das bedeutet, dass Landkreis und Kommunen beim Bau einer Stadtbahn mit rund 180 Millionen Euro Fördermittel rechnen können – vorausgesetzt sie stellen einen gemeinsamen Förderantrag. Beim Verkehrsgipfel in Stuttgart wurde nun zudem bekräftigt, dass man gemeinsam auch die Verkehrsanbindung der beiden Arbeitsplatzschwerpunkte W&W/Kornwestheim und Bosch/Schwieberdingen vordringlich untersuchen will. 25.10.2018