Brennholz – ökologische Alternative für die kalte Jahreszeit

Versteigerungen beginnen – Bei Aufarbeitung im Wald Motorsägen-Kurs nötig

Brennholz wird nachhaltig und regional in unseren heimischen Wäldern unter Beachtung hoher Standards in der Waldwirtschaft produziert. Bei der Verbrennung von Holz offenbaren sich noch weitere Vorzüge: Es wird nur so viel Kohlendioxid abgegeben, wie zuvor gebunden wurde, die Verbrennung von Holz ist also klimaneutral. Ein Festmeter Holz hat in etwa den gleichen Brennwert wie 280 Liter Heizöl – mit der Verbrennung eines Festmeters Holz kann unsere Umwelt so um 0,8 Tonnen zusätzliches Kohlendioxid entlastet werden. Durch die regionale Verfügbarkeit werden zudem lange Transportwege vermieden. Nicht zuletzt ist die Stimmung und Ästhetik eines knisternden Feuers im Kamin anderen Brennstoffen weit voraus.

 

Damit all diese Vorteile voll ausgenutzt werden können, muss das Brennholz in erster Linie sachgerecht und lange genug gelagert werden. Hierbei gilt es folgende einfache Grundlagen zu beachten: Nadelholz sollte mindestens ein Jahr lang trocknen, Laubholz zwei Jahre. Je kleiner das Holz vor der Lagerung aufgespalten und gesägt wird, desto besser. Daher ist es empfehlenswert, das Brennholz gleich in gebrauchsfertige Stücke aufzuarbeiten und dann luftig, aber abgedeckt zu lagern.

 

Die kommunalen Waldbesitzer und der Fachbereich Forsten laden alle Bürgerinnen und Bürger zu den nun in Kürze anstehenden Brennholzversteigerungen ein. Um Interessentinnen und Interessenten einen Überblick über alle im Kreis anstehenden Brennholzverkäufe zu geben, können auf der Website des Landratsamtes Ludwigsburg www.landkreis-ludwigsburg.de/deutsch/buerger-info/landwirtschaft-verbraucher/forsten/ alle Versteigerungen mit dem voraussichtlichen Termin und dem Veranstaltungsort eingesehen werden.

 

Für alle Brennholzverkäufe gilt, dass bei Aufarbeitung des gekauften Holzes im Wald der Nachweis über einen Motorsägen-Kurs erforderlich ist. Kurse, die nach dem Stichtag 1. Januar 2016 stattgefunden haben, werden nur anerkannt, sofern es sich um einen zweitägigen Kurs handelt. Kurse vor dem Stichtag behalten ihre Gültigkeit. Der Fachbereich Forsten des Landratsamts bietet im Stützpunktrevier Heimerdingen Motorsägen-Kurse für interessierte Bürgerinnen und Bürger an, weitere Informationen erhalten diese beim zuständigen Revierleiter Herrn Steffen Frank unter der Telefonnummer: 07152 52488 oder per Mail an: steffen.frank@landkreis-ludwigsburg.de. Neben dem Nachweis über einen Motorsägen-Kurs ist bei der Aufarbeitung von Brennholz im Wald das Tragen einer vollständigen persönlichen Sicherheitsausrüstung zwingend erforderlich. Diese besteht aus einem Helm mit Gesichts- und Gehörschutz, einer Schnittschutzhose, Schnittschutzstiefeln und Handschuhen. Bei den Versteigerungen wird Brennholz entweder in Raummetern oder in Festmetern verkauft. Ein Festmeter stellt dabei einen Kubikmeter reines Holz dar. Ein Raummeter bezeichnet einen Kubikmeter Holz, das auf Ein-Meter-Stücke abgesägt, gespalten und aufgesetzt ist. Raummeter können mit der einfachen Formel: Raummeter mal 0,8 in Festmeter umgerechnet werden.

 

Weitere Informationen rund ums Brennholz sind im Forst BW-Flyer „Brennholz Aufarbeiten und Lagern“ zusammengefasst, dieser ist online unter verfügbar unter

www.forstbw.de/fileadmin/forstbw_infothek/forstbw_info/ForstBW_INFO_Brennholz_Flyer.pdf. 11.12.2017