Berg-Ahorn an neuer Brücke über Klingengraben im Hardt- und Schönbühlhof gesetzt

Landrat Dr. Haas: Der Baum ist die Erinnerung daran, dass die neue Brücke eine wichtige Verkehrsverbindung wieder herstellt

Von links: Helmut Beck, Ortsanwalt des Hardt- und Schönbühlhofs, Ursula Oswald, Leiterin des Geschäftsteils Planung und Bau im Landratsamt-Fachbereich Straßen, Landrat Dr. Rainer Haas, Markgröningens Bürgermeister Rudolf Kürner und Schwieberdingens Bürgermeister Nico Lauxmann.
Von links: Helmut Beck, Ortsanwalt des Hardt- und Schönbühlhofs, Ursula Oswald, Leiterin des Geschäftsteils Planung und Bau im Landratsamt-Fachbereich Straßen, Landrat Dr. Rainer Haas, Markgröningens Bürgermeister Rudolf Kürner und Schwieberdingens Bürgermeister Nico Lauxmann.

Einen Baum gesetzt haben Landrat Dr. Rainer Haas, Markgröningens Bürgermeister Rudolf Kürner, Schwieberdingens Bürgermeister Nico Lauxmann und Helmut Beck, Ortsanwalt des Hardt- und Schönbühlhofs, am Freitagnachmittag bei der neuen Brücke über den Klingengraben im Zuge der Kreisstraße 1652. „Der Berg-Ahorn ist der Ersatz für einen Baum, der an der alten Brücke wegen der Bauarbeiten an der neuen Brücke entfernt werden musste und gleichzeitig die Erinnerung daran, dass die neue Brücke eine wichtige Verkehrsverbindung für die Bürger des Hardt- und Schönbühlhofs wieder herstellt“, sagte Landrat Haas. Die neue Brücke musste errichtet werden, weil die Natursteine der alten Brücke an gleicher Stelle ihren Zusammenhalt verloren hatten, nachdem das Bauwerk vor rund fünf Jahren von großen Schlamm-Mengen befreit werden musste.

„Die Möglichkeit, das vorhandene Mauerwerk zu sanieren, schied aus Wirtschaftlichkeitsgründen aus. Das neue Bauwerk hat nur wenig mehr als die Sanierung gekostet, dafür aber eine deutlich längere Lebensdauer. Außerdem konnte die Durchflussmenge mit dem Neubau der Brücke vergrößert werden. Die Konstruktion wurde so geschickt gewählt, dass die Spundwände dauerhaft in das Bauwerk integriert werden konnten. Dadurch haben wir uns die Widerlager und die Flügel gespart, die sonst die Böschung zur Straße hin abfangen“, erklärte der Chef der Kreisverwaltung.

Die Bauzeit dauerte wegen des Untergrunds etwas länger als geplant, insgesamt rund sechs Monate. Da kleinere Arbeiten im Vorfeld und im Nachgang ebenfalls unter Sperrung des Verkehrs ausgeführt werden mussten, betrug die Vollsperrung acht Monate. Die Kosten des Neubaus, die der Landkreis alleine finanziert, belaufen sich auf rund 300.000 Euro ohne Nebenleistungen.

„Wir haben mit dem Brückenbauwerk die Straßenverbindung durch den Hardt- und Schönbühlhof wieder hergestellt. Die Ortsdurchfahrt und das Brückenbauwerk sind wichtig für die rund 300 Einwohner und die ortsansässigen Betriebe, damit die Anbindung ans Straßennetz wieder in beiden Richtungen funktioniert und die Busse des ÖPNV ungehindert den Weiler bedienen können. Auch für die Selbstvermarkter des Ortes ist die Straße als Erschließung wichtig“, hob Landrat Haas hervor. Mit zwei neuen Fledermauskästen an der neuen Brücke als Ersatz für die Ritzen und Fugen des alten Bauwerks sei auch der Ökologie Rechnung getragen worden, führte Haas weiter aus. Er dankte ferner Ortsanwalt Beck für die tatkräftige Unterstützung bei der Abstimmung der Bauarbeiten und den beiden Anliegern Rolf und Wolfgang Gutscher dafür, dass sie angrenzende Ackerflächen beziehungsweise einen Betriebshof als Umleitungsstrecke während der Bauarbeiten zur Verfügung gestellt haben.

Der Berg-Ahorn, der bei der Brücke als Ersatz für einen anderen Baum gesetzt wurde, ist ein Hochstamm mit einem Umfang von rund 15 Zentimetern. Die Baumart ist ein sommergrüner Laubbaum, der in Europa weit verbreitet ist. Er kann über 30 Meter hoch und mehr als 500 Jahre alt werden. 16.9.2016