Auftaktveranstaltung im Ludwigsburger Kreishaus:

Experten informieren Bürgermeister über Stand und weitere Planung des Breitbandausbaus im Landkreis Ludwigsburg

Landrat Dr. Rainer Haas (5. von rechts) mit Vertreterinnen und Vertretern der Bietergemeinschaft, des Verbands Region Stuttgart, der Breitbandberatung Baden-Württemberg sowie des Landratsamtes.
Landrat Dr. Rainer Haas (5. von rechts) mit Vertreterinnen und Vertretern der Bietergemeinschaft, des Verbands Region Stuttgart, der Breitbandberatung Baden-Württemberg sowie des Landratsamtes.

Über den Breitbandausbau im Landkreis Ludwigsburg wurden kürzlich Bürgermeister, kommunale Breitbandbeauftragte und Vertreter der Stadtwerke im Ludwigsburger Kreishaus informiert. Bei der Auftaktveranstaltung stellten die Fachleute den aktuellen Stand und die weitere Planung vor.

Anfang September hat der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl den Bewilligungsbescheid für die Vergabe der sogenannten Backbone-Planung – also des verbindenden Datennetzes zwischen den einzelnen Städten und Gemeinden – übergeben. Diese schließt auch eine Bestandsaufnahme mit ein. In der Folge konnte die Bietergemeinschaft aus RBS wave GmbH, Voss Telecom Services GmbH und TKI-Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH, die sich erfolgreich um den Auftrag im Kreis Ludwigsburg beworben hatte, beauftragt werden.

Landrat Dr. Rainer Haas sagte bei der Auftaktveranstaltung im Kreishaus: „Mit Unterstützung der Breitband-Experten kann nun die Planung für ein glasfaserbasiertes Netz erarbeitet werden. Dieses soll jeden Ort im Landkreis so wirtschaftlich wie möglich mit Übergabepunkten an die Breitbandversorgung anschließen, von denen aus die einzelnen Kommunen dann ihre innerörtliche Breitbandverbindung weiter ausbauen können.“ Die Planungen und Bestandsaufnahmen erfolgen derzeit parallel in den anderen Landkreisen der Region Stuttgart und auch in der Landeshauptstadt. Damit soll geprüft werden, ob später ein gemeinsames Vorgehen und eine Verpachtung der Netzte in der ganzen Region sinnvoll wäre.

Teil der Bestandsaufnahme ist eine Erhebung der vorhandenen Breitband-Infrastruktur und der Kundenpotenziale. Dahinter steht die Frage, zu welchen Bedingungen die Finanzierung aus öffentlichen Mitteln wirtschaftlich möglich wäre. „Erfreulicherweise gibt es im Kreis Ludwigsburg einige private Netzbetreiber, die Interesse am Betrieb des ausgebauten Netzes haben. Wir werden in den nächsten Monaten prüfen, inwieweit dieses Modell eine flächendeckende Erschließung des Landkreises mit leistungsfähigen Glasfaser-Leitungen ermöglichen würde“, führte der Landrat weiter aus. Welches Modell letztlich umgesetzt werde, könne man jedoch erst nach der Bestandsaufnahme, der Backbone-Planung und einer Abstimmung aller kommunalen Ausbaupläne entscheiden.

Mit der Auftaktveranstaltung sollten vor allem die Bürgermeister und Breitbandkoordinatoren der Kommunen sowie Vertreter der Stadtwerke über die Planungen, die technischen Grundlagen und ihre Rolle im Planungsprozess informiert werden. Begleitet wird das Projekt von der Breitbandberatung Baden-Württemberg. Sie berät aktuell 15 Landkreise und 180 Kommunen im Land, darunter auch einige im Kreis Ludwigsburg. „Ich hoffe, dass es uns gelingt, in den nächsten Wochen alle relevanten Fakten zusammenzutragen und diese in eine sinnvolle Planung umzusetzen. Nur dann können wir nächstes Jahr gemeinsam die richtige Entscheidung für unseren Landkreis mit seinen Städten und Gemeinden treffen, um zukünftig eine ausreichende Breitbandversorgung einzurichten“, sagte Haas abschließend. 13.10.2016