Ambulanter Kinderhospizdienst beendet erste Reitgruppe für trauernde Kinder

Landrat Dr. Haas: „Der Erlös unseres Tages der offenen Tür im vergangenen Jahr wurde hier sehr gut und sinnvoll investiert“

Von links: Landrat Dr. Rainer Haas, Pfarrerin Gisela Vogt (Erste Vorsitzende der ökumenischen Hospizinitiative) und Simone Bürkle (Koordinatorin des Projekts).
Von links: Landrat Dr. Rainer Haas, Pfarrerin Gisela Vogt (Erste Vorsitzende der ökumenischen Hospizinitiative) und Simone Bürkle (Koordinatorin des Projekts).

Das erste Trauerangebot für Kinder und Jugendliche im Landkreis Ludwigsburg konnte der Ambulante Kinderhospizdienst am Montag abschließen. Landrat Dr. Rainer Haas, der die Schirmherrschaft dafür übernommen hatte, sagte bei der Veranstaltung: „Die Reittherapie ist für Kinder und Jugendliche, die ein Elternteil verloren haben, sehr wichtig, um mit ihrer Trauer umgehen zu lernen. Ich bin sehr froh, dass der Erlös unseres Tages der offenen Tür im vergangenen Jahr hier so gut und sinnvoll investiert wurde.“

An dem abgeschlossenen Kurs nahmen fünf Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren teil, die ein Elternteil verloren haben. Das Angebot ist das erste im Landkreis Ludwigsburg und war für die betroffenen Familien dank der Spende des Landratsamtes kostenlos. Landesweit gibt es diese Form der Unterstützung für trauernde Kinder und Jugendliche sonst nur noch in Freiburg. Die Reittherapie ist wichtig für trauernde Kinder und Jugendliche. Sie sollen dadurch wieder Vertrauen aufbauen und über ihre Gefühle sprechen lernen. Denn Trauer kann krank machen und zu psychosomatischen Störungen führen. Daher ist es sinnvoll, ihr frühzeitig mit Therapieformen zu begegnen. Da Kinder ihre Emotionen noch schlecht benennen können, erleichtert die Arbeit mit den Tieren es ihnen, sich auszudrücken und ihre Gefühle zu zeigen.

Der Ambulante Kinderhospizdienst begleitet Familien, in denen ein schwerstkrankes Kind lebt. Er sucht gemeinsam mit den Familien nach Möglichkeiten der Unterstützung im Alltag und vermittelt ergänzende Hilfen. Auch Kinder und Jugendliche, die ein Elternteil verloren haben, werden von ihm unterstützt. Als eigenständiger Bereich der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg wird der im Juli 2007 gegründete Verein vom Evangelischen Kirchenbezirk Ludwigsburg, dem Katholischen Dekanat, der Caritas, der Diakonie und der Karlshöhe getragen. Mitgliedsbeiträge und Geldzuwendungen finanzieren die Arbeit des Vereins. Der Aufbau eines ständigen Kinder-Trauer-Angebots mit weiteren Reittherapie-Kursen ist geplant. 22.7.2014