Abschlussveranstaltung des Projekts „Aktivierender Hausbesuch“ mit Zertifikatsübergabe an Ehrenamtliche

Landrat Dr. Rainer Haas: Sie haben als Bewegungsförderer Ihre Zeit sinn- und wirkungsvoll für Senioren eingesetzt

Landrat Dr. Rainer Haas (1. von links) überreichte die Zertifikate.
Landrat Dr. Rainer Haas (1. von links) überreichte die Zertifikate.

Zum Abschluss des Projekts „Aktivierender Hausbesuch“, hat Landrat Dr. Rainer Haas am Montagabend Zertifikate an 15 Ehrenamtlichen überreicht, die sich für das Projekt schulen ließen. Dieses richtete sich an Senioren ab 70 Jahren, die im Landkreis wohnen und ihr Haus nicht ohne fremde Hilfe verlassen können, dort jedoch mit Hilfsmitteln gehfähig sind. Die ehrenamtlich geschulten Übungsleiter besuchten die Senioren einmal in der Woche. Die Besuche umfassten Bewegungsübungen und soziale Aktivitäten, wie Gespräche und Spiele.

Ziele des Projekts waren die Verbesserung der Beweglichkeit, der Koordination und der Balance, die Vermeidung von Stürzen sowie die Vermittlung von Informationen zu Gesundheitsthemen. Außerdem sollte die Selbstständigkeit der Senioren im Alltag verbessert werden. Landrat Haas sagte: „Sie haben als Bewegungsförderer Ihre Zeit sinn- und wirkungsvoll für Senioren eingesetzt – dafür herzlichen Dank.“

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurden die Ergebnisse des Projekts vorgestellt, das von Dr. med. Martin Runge wissenschaftlich begleitet wurde. In die Ergebnisse flossen Messungen von 44 Senioren ein. Es wurden Gleichgewichtsfähigkeit, Kognitive Leistungsfähigkeit und Alltagsselbstständigkeit betrachtet. Fazit des Projekts ist, dass sich alle Senioren in den genannten Punkten verbessert haben. Wissenschaftlich bedeutsam sind die Verbesserungen bei der Gleichgewichtsfähigkeit und der kognitiven Leistungsfähigkeit. Insgesamt haben, von 2011 bis heute, 104 Senioren im Landkreis etwa 2260 Besuche erhalten und wurden von 52 ehrenamtlich geschulten Übungsleitern betreut. 15 davon wurden im Jahr 2014 geschult und erhielten am Montagabend ihr Zertifikat.

Das Projekt, das es seit 2011 gab, wurde mit der Veranstaltung im Kreishaus abgeschlossen. Es wurde vom Gesundheitsdezernat des Landratsamts organisiert in Zusammenarbeit mit der Privatklinik Dr. Runge, der Altenhilfe-Fachberatung des Landratsamts, dem DRK-Kreisverband Ludwigsburg e. V., dem MTV Ludwigsburg e. V., dem Seniorenbüro der Stadt Ludwigsburg und dem Stadtseniorenrat Ludwigsburg e. V. Die Wiedeking Stiftung, die Paul Lechler Stiftung, die Anna-Neff-Stiftung und eine Kreissparkassen-Stiftung unterstützten das Projekt finanziell. Künftig organisiert die Stadt Ludwigsburg das Projekt für dort lebende Senioren. 25.11.2015