70. Band der Ludwigsburger Geschichtsblätter erschienen – Eisenbahngeschichte im Mittelpunkt

Neue Einblicke in die Geschichte von Stadt und Landkreis

Bei der Übergabe (von links): Karl-Heinz Zimmerstädt, Produktion und Layout, Albrecht Gühring, stellvertretender Vorsitzender des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, Elfriede Krüger, Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, Dr. Simon Karzel, Stadtarchivar der Stadt Ludwigsburg, Landrat Dr. Rainer Haas und Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz.
Bei der Übergabe (von links): Karl-Heinz Zimmerstädt, Produktion und Layout, Albrecht Gühring, stellvertretender Vorsitzender des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, Elfriede Krüger, Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, Dr. Simon Karzel, Stadtarchivar der Stadt Ludwigsburg, Landrat Dr. Rainer Haas und Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz.

Der neue Band der Ludwigsburger Geschichtsblätter ist jetzt Landrat Dr. Rainer Haas überreicht worden. Die Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, Elfriede Krüger, war zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern des Vereins ins Kreishaus gekommen, um das neue Buch vorzustellen.

In seinem Dank für die vorweihnachtliche Gabe betonte der Landrat, dass er den Wert der weit über den Landkreis hinaus bekannten, jährlich herausgegebenen Geschichtsblätter zu schätzen wisse. „Unser Kreis ist sehr geschichtsträchtig, und es ist wichtig, dass dieses historische Erbe gepflegt wird“, lobte der Landrat die Aktivitäten des Vereins. Der Landkreis werde auch im kommenden Jahr die Herausgabe der Geschichtsblätter und somit auch die Arbeit des Vereins unterstützen.

Auf den 248 Seiten des jüngsten, von Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz redigierten Bandes der Geschichtsblätter haben neun fachkundige Autoren wieder interessante Aspekte aus der Geschichte von Stadt und Landkreis untersucht. Den zeitlich weitesten Bogen spannt Schulz selbst: Anlässlich der diesjährigen 1250-Jahr-Feier von Ottmarsheim unternimmt er einen Streifzug durch die Ortsgeschichte von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart als Besigheimer Stadtteil. Ein dunkles Kapitel der Lokalgeschichte arbeitet Christian Hofmann auf: Unter dem Titel „Verlegt in eine unbekannte Anstalt“ untersucht er die Rolle der Landesfürsorgeanstalt Markgröningen „im System von Zwangssterilisation und Krankenmord im Dritten Reich“.

Gleich drei Beiträge befassen sich mit Eisenbahnthemen: Günter Bergan beleuchtet die Geschichte des Ludwigsburger Bahnhofs von den Anfängen im Jahr 1846 bis heute. Ulrich Volkmer schildert ausführlich die spannende und wechselvolle Vorgeschichte der vor 110 Jahren eröffneten Strohgäubahn. Wolfram Berner und Hans-Joachim Knupfer blicken in ihrem Aufsatz „Die letzte Blüte der Bottwartalbahn“ sowohl auf die Glanzzeiten als auch insbesondere auf den Niedergang der ehemaligen Schmalspurstrecke zwischen Marbach und Heilbronn zurück.

Die weiteren Themen und Autoren: „Der herzoglich württembergische Premiermaschinist Johann Christian Keim, 1721–1787“ (Erich Sauer), „Schloss Ludwigsburg. Sommerresidenz und Witwensitz zu Beginn des 19. Jahrhunderts“ (Catharina Raible), „Christoph Ulrich Hahn, 1805–1881. Bedeutendster Sozialreformer Württembergs im 19. Jahrhundert und Bönnigheimer Pfarrer“ (Kurt Sartorius).

Der mit 82 Abbildungen reich illustrierte Band 70 der Ludwigsburger Geschichtsblätter kostet 18 Euro. Er ist im Buchhandel erhältlich. 8.12.2016