68. Band der Ludwigsburger Geschichtsblätter erschienen

Neue Einblicke in die Geschichte von Stadt und Landkreis

Bei der Überreichung im Kreishaus (von links): Karl-Heinz Zimmerstädt, verantwortlich für Produktion und Layout, Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz, Landrat Dr. Rainer Haas, Elfriede Krüger, Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, und Dr. Simon Karzel, Stadtarchivar der Stadt Ludwigsburg.
Bei der Überreichung im Kreishaus (von links): Karl-Heinz Zimmerstädt, verantwortlich für Produktion und Layout, Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz, Landrat Dr. Rainer Haas, Elfriede Krüger, Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, und Dr. Simon Karzel, Stadtarchivar der Stadt Ludwigsburg.

Der neue Band der Ludwigsburger Geschichtsblätter ist jetzt Landrat Dr. Rainer Haas überreicht worden. Die Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, Elfriede Krüger, war zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern des Vereins ins Kreishaus gekommen, um das neue Buch vorzustellen.

In seinem Dank für die vorweihnachtliche Gabe betonte der Landrat, dass er den Wert der weit über den Landkreis hinaus bekannten, jährlich herausgegebenen Geschichtsblätter zu schätzen wisse. „Unser Kreis ist sehr geschichtsträchtig, und es ist wichtig, dass dieses historische Erbe gepflegt wird“, lobte der Landrat die Aktivitäten des Vereins. Der Landkreis werde auch im kommenden Jahr die Herausgabe der Geschichtsblätter und somit auch die Arbeit des Vereins unterstützen.

Auf den 248 Seiten des jüngsten, von Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz redigierten Bandes der Geschichtsblätter haben zehn fachkundige Autoren wieder interessante Aspekte aus der Geschichte von Stadt und Landkreis untersucht. Den zeitlich weitesten Bogen spannt Dr. Herbert Hoffmann in seinem Aufsatz: Unter dem Titel „… sehr vorsichtig allem Neuen gegenüber“ macht er anlässlich der diesjährigen 1200-Jahr-Feier einen Streifzug durch die Geschichte Schöckingens von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart als Stadtteil der Großen Kreisstadt Ditzingen. Zwei Beiträge führen in die Zeit des 18. Jahrhunderts: Dr. Eberhard Fritz beschäftigt sich mit dem Bau und der weiteren Entwicklung des Schlosses Solitude und Dr. Daniel Schulz stellt das Schicksal der als „Landesverderberin“ verrufenen Gräfin Christina Wilhelmina Würben, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Grävenitz, nach ihrem Sturz und der Trennung von Herzog Eberhard Ludwig vor. Mit einem Spezialthema der Ludwigsburger Stadtgeschichte befasst sich Günther Bergan, der in seinem Aufsatz „Ludwigsburg unter Strom“ die Anfänge der städtischen Elektrizitätsversorgung in den Jahren zwischen 1904 und 1928 schildert. Kreisweiten Bezug hat der Beitrag von Wolfram Berner, der sich intensiv mit dem bisher noch völlig unerforschten Thema „Feldbahnen im Landkreis Ludwigsburg“ beschäftigt.

Die weiteren Themen und Autoren: „Markgröningen zur Zeit des Armen Konrad“ (Dr. Petra Schad), „Carl Friederich Herbort. Ein Kaufmann und sein Ladengeschäft in Bietigheim“ (Wilfried Lieb), „Der Hohenasperg aus der Vogelperspektive. Eine bisher unbekannte Ansicht von Friedrich Carl Fulda (1724-1788)“ (Dr. Wilfried Lagler), „Marbach im Sommer 1914. Wie die Stadt den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erlebt hat“ (Dr. Hermann Schick), „Schlechte Zeiten für Menschlichkeit und Toleranz in Ludwigsburg. Wie Menschen in der Stadt ab 1933 in Not gerieten“ (Jochen Faber).

Der mit 99 Abbildungen reich illustrierte Band 68 der Ludwigsburger Geschichtsblätter kostet 18 Euro. Er ist im Buchhandel erhältlich. 11.12.2014