3. Inklusionskonferenz im Kreishaus

Landrat Dr. Rainer Haas: Der Landkreis Ludwigsburg möchte die Inklusion weiter voranbringen

Von links: Dr. Eckart Bohn, kommunaler Behindertenbeauftragter des Landkreises, Katharina Binder, Leiterin des Projekts „Inklusionskonferenz“, Hauptreferent Prof. Dr. Frank Früchtel, Christiane Keuter von der Stabstelle Sozialplanung des Landratsamts und Landrat Dr. Rainer Haas.
Von links: Dr. Eckart Bohn, kommunaler Behindertenbeauftragter des Landkreises, Katharina Binder, Leiterin des Projekts „Inklusionskonferenz“, Hauptreferent Prof. Dr. Frank Früchtel, Christiane Keuter von der Stabstelle Sozialplanung des Landratsamts und Landrat Dr. Rainer Haas.

„Inklusion kommunal denken“ war das Thema der 3. Inklusionskonferenz am Montagabend im Ludwigsburger Kreishaus. Landrat Dr. Rainer Haas begrüßte die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Der Landkreis Ludwigsburg möchte die Inklusion weiter voranbringen, weitere Impulse für eine inklusive Entwicklung setzen und Weichen für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderung stellen“, sagte Haas. Hauptreferent war Prof. Dr. Frank Früchtel, Experte für „Sozialraum und Inklusion“. Dr. Eckart Bohn, kommunaler Behindertenbeauftragter des Landkreises, stellte gelungene Inklusionsbeispiele aus dem Landkreis vor. Mitglieder der Brenz Band übernahmen den musikalischen Ausklang.

Der Chef der Kreisverwaltung betonte, dass der Landkreis bereits viele Beiträge zur Inklusion leistet. Dazu zählten der neue Hub für einen barrierefreien Zugang zum Podium im Großen Sitzungssaal, der Einbau eines Aufzugs im Berufsschulzentrum Ludwigsburg / Kornwestheim sowie der Einbau einer Rampe, eines Hublifts und einer barrierefreien Toilette im Schullandheim Strümpfelbrunn. Weitere Projekte seien in Planung, beispielsweise barrierefreie Eingangstüren zur Konferenzzone im Kreishaus sowie zwei neue Behindertenparkplätze in der Eugenstraße nach Fertigstellung der Außenanlagen des zweiten Kreishaus-Erweiterungsbaus. Bei baulichen Planungen des Landkreises würden grundsätzlich die Schwerbehindertenbeauftragte und der Behindertenbeauftragte mit einbezogen. Barrierefreie Zugänge seien für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein sehr wichtiger Aspekt. Aber auch strukturelle Weiterentwicklungen, wie die Umsetzung der Konzeption Inklusion in Kindertageseinrichtungen im Landkreis seien notwendig, um Teilhabe zu ermöglichen.

 

„Die Inklusionskonferenzen sollen dazu dienen, das Thema ,Inklusion‘ in breite gesellschaftliche Bereiche zu transportieren“, stellte Haas fest. Er freue sich deshalb, dass wieder Teilnehmer aus vielen verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen dabei seien: Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte, aber beispielsweise auch von Haus und Grund Ludwigsbug e. V., von der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen, von Schulen, vom Staatlichen Schulamt Ludwigsburg und von Interessenvertretungen für Menschen mit Behinderung und ihrer Angehörigen. „Ziel des von Katharina Binder geleiteten Projekts ,Inklusionskonferenz‘ ist, neben der Organisation von Inklusionskonferenzen landkreisweit in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren Prozesse und Strukturen in bestimmten Themenschwerpunkten inklusiv weiter zu entwickeln und nachhaltig zu verankern“, so der Chef der Kreisverwaltung. Er zitierte abschließend den Schriftsteller Franz Kafka: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“

 

Das Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg fördert das Projekt finanziell. 19.6.2018