1500-Euro-Spendenübergabe für Aids-Patienten in Tansania

Mit dem Geld kann „Mama Kishe“ vor Ort direkt und unkompliziert Hilfe leisten

von links: Dr. Uschi Traub (Leiterin des Geschäftsteils Gesundheitsförderung und Prävention), Dr. Thomas Schönauer (Gesundheitsdezernent), Eveline Bernhardt (sie war ehrenamtlich in Tansania tätig) sowie Hanna Lenz (Praktikantin).
von links: Dr. Uschi Traub (Leiterin des Geschäftsteils Gesundheitsförderung und Prävention), Dr. Thomas Schönauer (Gesundheitsdezernent), Eveline Bernhardt (sie war ehrenamtlich in Tansania tätig) sowie Hanna Lenz (Praktikantin).

Einen Scheck über 1500 Euro hat kürzlich Dr. Thomas Schönauer, Gesundheitsdezernent des Landratsamts Ludwigsburg, an Eveline Bernhardt überreicht. Sie wird das Geld an „Mama Kishe“ in Moshi in Tansania weiterleiten, die sich ehrenamtlich um Kranke kümmert. Die Spenden kommen von Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Ludwigsburg, die bei Veranstaltungen und in der HIV-Sprechstunde für Aids-Kranke und für die Präventionsarbeit gespendet haben. Bernhardt ist nach fünf Monaten ehrenamtlichem Einsatz in Tansania nach Ludwigsburg zurückgekehrt und hat „Mama Kishe“ und ihre Arbeit persönlich kennengelernt.

„Mama Kishe“ ist Krankenschwester und Sozialarbeiterin, 60 Jahre alt und hat sich nach 40 Jahren Berufstätigkeit verrenten lassen. Seitdem betreut sie ehrenamtlich Kranke in der 160.000-Einwohner-Stadt Moshi am Südhang des Kilimandscharo, die von Krankenhäusern nicht mehr aufgenommen oder nach Hause geschickt werden – entweder, weil sie kein Geld für eine Behandlung haben oder die Ärzte der Meinung sind, nichts mehr für sie tun zu können. Darunter gibt es auch AIDS-Kranke, die zum Teil mit Unterstützung von Mama Kishe wieder aus der Isolation herausgeholt und betreut werden. Sie besucht die Familien, leitet Familienmitglieder an, wie sie die Kranken behandeln und unterstützen können, sorgt mit Medikamentenspenden für notwendige Medizin oder auch mit Geld für Medizin oder Lebensmittel. Außerdem organisiert sie für einige Betroffene den Schulbesuch oder eine berufliche Ausbildung.

„Mama Kishe“ kann vor Ort direkt und unkompliziert Hilfe leisten. Somit ist sichergestellt, dass jeder Cent sinnvoll und ohne Umwege eingesetzt wird und den Menschen zugutekommt.

Wer weitere Fragen hat, kann sich informieren über die Arbeit von „Mama Kishe“ unter http://www.social-reality-tour.com/social-reality-tour-moshi im Internet oder bei Dr. Uschi Traub beim Gesundheitsdezernat der Landratsamtes Ludwigsburg unter Tel. 07141 144 41304 oder per E-Mail an: praevention(at)landkreis-ludwigsburg.de. 28.12.2017