Presse

Neue Außenstelle in Besigheim am Mittwochnachmittag offiziell eingeweiht - Landrat Dr. Rainer Haas: Bevölkerung im nördlichen Bereich des Landkreises hat nun eine Anlaufstelle und kürzere Wege

Die Kfz-Zulassung in Besigheim deckt, wie in den anderen Außenstellen in Vaihingen und Gerlingen, den ganzen Zulassungsbereich ab – mit Ausnahme der Zuteilung von Ausfuhrkennzeichen, die nur in Ludwigsburg möglich ist. Bei der Fahrerlaubnis in Besigheim werden, wie bei den Fahrerlaubnisbehörden in Ludwigsburg und Vaihingen, Anträge bearbeitet und Kunden bedient. Die Kunden des Jobcenters aus den Ortschaften Besigheim, Bönnigheim, Erligheim, Freudental, Gemmrigheim, Hessigheim, Ingersheim, Kirchheim, Löchgau, Mundelsheim, Pleidelsheim und Walheim finden ihre Ansprechpartner beim Jobcenter Landkreis Ludwigsburg in der Außenstelle Besigheim. Kunden aus den Ortschaften Bietigheim-Bissingen und Tamm finden ihre Ansprechpartner wie bisher in der Freiberger Str. 51 in Bietigheim-Bissingen.

 

Kfz-Zulassung und Fahrerlaubnis haben in der Außenstelle Besigheim folgende Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7:30 bis 12:00 Uhr, Montag, Dienstag 13:30 bis 15:00 Uhr und Donnerstag 13:30 bis 18:00 Uhr. Das Jobcenter in Besigheim hat folgende Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag: 08:30 bis 12:30 Uhr, Donnerstag: 13:30 bis 18:00 Uhr.

 

In Absprache mit der Stadt stehen den Kunden der Außenstelle auf dem öffentlichen Parkplatz „Kleines Neckerle“ Stellplätze zur Verfügung. Außerdem gibt es einen Behindertenparkplatz und zwei Stellplätze als „Vorführspur“ vor der Außenstelle.

 

Landrat Haas dankte zum Schluss Herrn Bürgermeister Bühler und der Stadt Besigheim für die gute Zusammenarbeit bei der Einrichtung der Außenstellte. Die Stadt erwarb das Gebäude Kronenstraße 1, ließ es sanieren und umbauen und hat es dem Landkreis vermietet.

 

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AKTUELL - Kommentar

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Breitband: Der Kreis zeigt Möglichkeiten auf, statt abzuwarten

„Nicht zu tun wäre die schlechteste Lösung“, hat  Dr. Christian Sußner kürzlich gesagt. Mit dem Statement im Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags hat der Technische Dezernent im Landratsamt die Situation beim Thema Breitbandausbau auf den Punkt gebracht. Der Landkreis befindet sich bei diesem komplexen, aber immens wichtigen Thema zwischen Skylla und Charibdis. Auf der einen Seite gibt es die Ungeduldigen, die sich – verständlicherweise! – fragen: „Warum dauert das alles so lange? Warum ist der sonst so fortschrittliche und innovative Landkreis Ludwigsburg nicht schon längst flächendeckend mit schnellsten Internetverbindungen versorgt?“ Auf der anderen Seite reiben sich schon die Spötter die Hände, die allzu gerne sagen würden: „Da, seht her! Hier drängelt sich die öffentliche Hand in eine Aufgabe, die eigentlich dem Markt obliegt!“ Der Vorwurf der Doppelverkabelung steht im Raum.

Doch der Technische Dezernent hat mit seinem Statement ebenso Recht wie Landrat Dr. Rainer Haas, der im selben Ausschuss kürzlich von „Marktversagen“ gesprochen hat. Selbst im dicht besiedelten und wirtschaftlich attraktiven Landkreis Ludwigsburg würde es der Sache nicht gerecht werden, wenn Kommunen und Landkreis abwarten würden, sich darauf verlassen würden, dass „der Markt es schon richten“ wird – oder die Sache sich mit einer Beschleunigung der Kupferverkabelung erledigt hat. Die Kalkulationen und Prioritäten von Unternehmen sind schwer vorhersehbar. Es wäre durchaus möglich, dass dicht besiedelte Teile des Landkreises privatwirtschaftlich mit Glasfaserverbindungen versorgt werden – die Frage wäre nur: wie schnell? Andere, ländliche Bereiche hingegen laufen Gefahr, dabei unter den Tisch zu fallen. Kommunen und Landkreis wollen mit der gemeinsamen Planung eines Backbone-Netzes genau das Richtige tun: aufzeigen, wo es Lücken gibt und wie diese geschlossen werden könnten, im Gespräch mit den privaten Anbietern bleiben und die Tür zu Kooperationen offen halten. Um dann, sollte der Markt zögern, statt zu handeln, selbst aktiv werden zu können.

Das ist definitiv besser als passiv zuzuschauen – und kann die Dinge im Zweifelsfall durchaus beschleunigen.

Markus Klohr