Für pflegende Angehörige

Manchmal geschieht es ganz plötzlich, oft ist es aber ein allmählicher, langsamer Prozess: Ein naher Angehöriger wird hilfs- und pflegebedürftig. Die meisten Menschen wünschen sich, in einer solchen Situation in ihrer eigenen Wohnung bleiben zu können. Dies ist häufig nur möglich, wenn Angehörige sie darin unterstützen.

Pflegende Angehörige kommen meist ganz unfreiwillig in eine solche Situation. Sie leisten dennoch Großartiges, das sich im Verborgenen unserer Gesellschaft abspielt. Hilfreiche Gespräche mit anderen Betroffenen, Schulungen, wie beispielsweise richtig gepflegt wird, Veranstaltungen, in denen über besondere Themen informiert wird oder niedrigschwellige Betreuungsangebote können pflegenden Angehörigen eine Unterstützung und Entlastung sein.

In der Broschüre Für pflegende Angehörige finden Sie Informationen, in welchen Orten die richtigen Angebote für Sie bereitgehalten werden.

Wir möchten Sie ermutigen, diese Angebote zu nutzen. Wenn es Ihnen als pflegendem Angehörigen gut geht, dann können Sie auch Ihrem Pflegebedürftigen ein hilfreiches Gegenüber sein.

Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkt Baden-Württemberg Landkreis Ludwigsburg

Informationen zum Pflegestützpunkt Landkreis Ludwigsburg finden Sie hier.

 

Pflegestützpunktverbund der Städte im Landkreis

Informationen zum Pflegestützpunktverbund der Städte im Landkreis finden Sie hier.

 

 

Gesundheitsförderung der Krankenkassen

Die Krankenkassen bieten zum Teil Programme zur Gesundheitsförderung an bzw. unterstützen diese finanziell. Diese Programme beinhalten in der Regel auch interessante Angebote für pflegende Angehörige, die sich auf Ernährung, Entspannungstechniken usw. beziehen. Bitte wenden Sie sich deshalb an Ihre Krankenkasse.

Volkshochschulen im Landkreis

Angebote für Entspannung und Regeneration finden Sie zum Beispiel unter den Rubriken der Volkshochschulprogramme:

  • Gesundheitsbildung
  • Entspannung/Gymnastik 
  • Körpererfahrung 
  • Angebote für Frauen 

Volkshochschule Gerlingen
Haus der Volkshochschule
Schulstraße 19, 70839 Gerlingen
Tel. 07156 205-401 und -402
Fax 07156 205-405
info(at)vhs-gerlingen.de
www.vhs-gerlingen.de

Volkshochschule Korntal-Münchingen
Johannes-Daur-Straße 6, 70825 Korntal-Münchingen
Tel. 0711 8386-511
Fax 0711 8386-027
info(at)vhs-korntal-muenchingen.de
www.vhs-korntal-muenchingen.de

Stadt Ludwigsburg
Fachbereich Bildung und Familie
Abteilung Volkshochschule
Mathildenstraße 21/1, 71638 Ludwigsburg
Tel. 07141 910-2438
Fax 07141 910-2952
vhs(at)vhs-ludwigsburg.de
www.vhs-ludwigsburg.de

Gesundheitsangebote in weiteren Städten und Gemeinden des Landkreises finden Sie bei der Schiller-Volkshochschule Landkreis Ludwigsburg: 

Schiller-Volkshochschule Kreis Ludwigsburg
Hindenburgstraße 46, 71638 Ludwigsburg
Tel. 07141 144-2666
Fax 07141 144-59711
info(at)schiller-vhs.de
www.schiller-vhs.de

Informationen zur Pflegeversicherung

Seit 1. Januar 2017 beruht die Pflegeeinstufung auf einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und dem damit verbundenen neuen Begutachtungsverfahren. Die Einstufung erfolgt in fünf Pflegegrade und basiert auf dem Grad der Selbständigkeit bzw. dem dauerhaften Unterstützungsbedarf in sechs Lebensbereichen. Diese umfassen neben der Selbstversorgung (Körperpflege, Ernährung etc.) die Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, den Umgang mit krankheitsspezifischen, therapiebedingten Anforderungen, individuelle Verhaltensweisen und psychische Problemlagen und die Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Werden pflegebedürftige Menschen zu Hause gepflegt, übernehmen Angehörige und professionelle Pflegedienste diese Aufgabe. Die Pflegeversicherung unterscheidet hier zwischen:

Pflegegeld als Geldleistung für private Pflegepersonen
(z.B. Angehörige) und der
Pflegesachleistung, die von ambulanten Pflegediensten erbracht wird.

Die Höhe des Leistungsbetrages variiert je nach Art der gewählten Leistung sowie des festgelegten Pflegegrades. Eine Kombination von Pflegegeld und Pflegesachleistung ist möglich.

Die Pflegekassen können des Weiteren finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen gewähren, wenn dadurch die häusliche Pflege ermöglicht, erheblich erleichtert oder eine möglichst selbständige Lebensführung wiederhergestellt wird. Die Zuschüsse dürfen einen Betrag in Höhe von 4.000 € je Maßnahme nicht übersteigen.

Eine Übersicht über wichtige Leistungen der Pflegeversicherung finden Sie hier.

Pflegezeitgesetz (PflegeZG)

Die meisten pflegenden Angehörigen brauchen in der Phase, in der sie Familie, Pflege und Beruf vereinbaren müssen, vor allem mehr zeitliche Flexibilität.

Im Pflegezeitgesetz gilt i.d.R. in Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten folgendes:

  • 10-tägige Auszeit im Akutfall mit Rechtsanspruch auf Lohn-ersatzleistung (Pflegeunterstützungsgeld). Das Unterstützungsgeld muss bei der Pflegeversicherung des Pflegebedürftigen beantragt werden.
  • Bis zu sechs Monate Pflegezeit mit Rechtsanspruch auf ein zinsloses Darlehen vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Dabei kann die Arbeitszeit ganz oder teilweise reduziert werden.
    Die Auszahlung in monatlichen Raten deckt ca. die Hälfte des durch die Arbeitszeitreduzierung fehlenden Nettogehaltes. Das Darlehen muss nach dem Ende der Pflegezeit ebenfalls in Raten zurückgezahlt werden.
  • Angehörige haben einen Rechtsanspruch darauf, in der letzten Lebensphase des pflegebedürftigen Familienmitglieds für eine Dauer von bis zu drei Monaten weniger zu arbeiten oder ganz auszusetzen. Ein Pflegegrad ist nicht erforderlich. Das zinslose Darlehen kann für diese Zeit ebenso in Anspruch genommen werden.

Das Gesetz bezieht sich dabei auf die Pflege von Geschwistern, Kindern, Adoptiv- oder Pflegekindern des Ehegatten oder Lebenspartners sowie Schwieger- und Enkelkindern, genauso wie auf die Pflege von Großeltern und Eltern, Schwiegereltern, Ehegatten oder Partnern einer eheähnlichen Gemeinschaft, Stiefeltern, Schwägerinnen und Schwägern sowie für Partner in lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaften.

Familienpflegezeitgesetz (FPfZG)

Der Staat will die Familienpflegezeit fördern und berufstätigen Menschen, die pflegebedürftige Angehörige haben, die Möglichkeit geben, für maximal zwei Jahre ihre Arbeitszeit zu reduzieren, im Beruf zu bleiben und ihre Angehörigen selbst zu pflegen. Arbeitnehmer haben einen Rechtsanspruch auf die Freistellung für bis zu 24 Monaten von der Arbeit bei einer Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden. Der Rechtsanspruch besteht nicht gegenüber Arbeitgebern mit 25 oder weniger Beschäftigten.

Zur besseren Absicherung des Lebensunterhaltes besteht ein Anspruch auf ein zinsloses Darlehen.

Weiterführende Informationen zu Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz erhalten Sie über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter www.wege-zur-pflege.de und bei den Pflegestützpunkten.

Soziale Absicherung der Pflegeperson
Pflegeperson im Sinne der Pflegeversicherung ist, wer nicht erwerbsmäßig einen oder mehrere pflegebedürftige Menschen mit mindestens Pflegegrad 2 in der häuslichen Umgebung versorgt. Die Pflege muss für wenigstens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche erbracht werden.

Beiträge zur Rentenversicherung
Die Pflegekasse übernimmt Beiträge zur Rentenversicherung, wenn die Pflegeperson (im Sinne der Pflegeversicherung) nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbstätig ist. Die Höhe richtet sich dabei nach dem Pflegegrad sowie der bezogenen Leistungsart (Pflegegeld, Pflegesachleistung oder Kombinationsleistung).

Nähere Informationen dazu erhalten Sie über www.bundesgesundheitsministerium.de
und über Ihren Rentenversicherungsträger.

Unfallversicherung
Pflegepersonen (im Sinne der Pflegeversicherung) sind beitragsfrei gesetzlich unfallversichert.

Weitere Informationen erhalten Sie über das Bundesgesundheitsministerium unter www.bundesgesundheitsministerium.de und über den Spitzenverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV unter www.dguv.de.

Arbeitslosenversicherung
Die Pflegekasse übernimmt Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für Pflegepersonen (im Sinne der Pflegeversicherung), wenn diese ihre Berufstätigkeit für die Pflege unterbrechen oder beenden. Dies gilt gleichermaßen, wenn für die Dauer der Pflege der Leistungsbezug aus der Arbeitslosenversicherung unterbrochen wird.

Informationen erhalten Sie ebenfalls über www.bundesgesundheitsministerium.de und über die Pflegekassen.

Schwerbehindertenrecht
Bei Fragen zum Schwerbehindertenrecht und zur Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises und den damit verbundenen Erleichterungen wie z. B. Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr, Freifahrt für Begleitpersonen, Parkerleichterung oder Rundfunkgebührenermäßigung wenden Sie sich bitte an:

Landratsamt Ludwigsburg
Versorgungsangelegenheiten
Hindenburgstraße 40
71638 Ludwigsburg
Telefon 07141 144-2575
Fax      07141 144-59942

Gesprächskreise für pflegende Angehörige/Angehörigen-Gruppen

Gesprächskreise und Angehörigengruppen bilden Orte der Begegnung. Hier können sich pflegende Angehörige mit anderen Gruppenmitgliedern über ihre Lebenssituation austauschen und nach Wegen suchen, wie sie mit Belastungen umgehen können.

Ferner besteht die Möglichkeit, Informationen zu Krankheitsbildern, rechtlichen Rahmenbedingungen und anderen Themen zu erhalten.

Gesprächskreise für trauernde Menschen finden Sie in unserer Broschüre „Hospizarbeit“.

Gruppenformen
Gesprächskreise, Angehörigengruppen und Seminare werden in unterschiedlichen Formen angeboten.

  • Offene Gruppen sind regelmäßige Angebote, zu denen Interessierte jederzeit neu hinzukommen können.
  • Geschlossene Gruppen sind Angebote mit festgelegten Teilnehmern, die sich meist auf eine vorher benannte Anzahl von Gruppentreffen (z.B. zehn Treffen) beziehen und für die in der Regel eine verbindliche Anmeldung erforderlich ist. Ein späteres Einsteigen ist nicht möglich.
    Kurse für häusliche Krankenpflege sind immer geschlossene Gruppen.

Die unterschiedlichen Gruppen werden unter fachpflegerischer, sozialpädagogischer oder psychologischer Leitung geführt.

Kurse für häusliche Krankenpflege / Kinästhetik-Kurse

Viele Pflegedienste bieten Kurse für pflegende Angehörige an, in denen Pflegefachkräfte Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die die Begleitung, Unterstützung und Versorgung von Pflegebedürftigen in der Häuslichkeit erleichtern und verbessern können. Dies kann zu einer Entlastung pflegender Angehöriger führen und die Qualität in der häuslichen Versorgung steigern. Die Anleitung und individuelle Beratung von pflegenden Angehörigen kann auch direkt vor Ort in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen erfolgen.

Unterstützungsangebote im Alltag - Betreuungsgruppen und Familienentlastende Dienste

Angebote zur Unterstützung im Alltag sind eine umfassende Weiterentwicklung der bisherigen niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote.

Seit 1. Januar 2017 gibt es einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 € für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 - 5. Dieser Betrag kann zweckgebunden eingesetzt werden zur Erstattung von Kosten aus:

  • Leistungen der Tages- oder Nachtpflege
  • Leistungen der Kurzzeitpflege
  • Leistungen ambulanter Pflegedienste bei Pflegegrad 2 – 5, die nicht in Zusammenhang mit dem Bereich Selbstversorgung stehen
  • Leistungen ambulanter Pflegedienste bei Pflegegrad 1 auch für den Bereich Selbstversorgung
  • Leistungen von Unterstützungsangeboten im Alltag, die nach Landesrecht anerkannt sind

Die nach Landesrecht anerkannten Unterstützungsangebote im Alltag werden in Baden-Württemberg vorrangig integrativ erbracht. Dies bedeutet, dass die Angebote sowohl zur Entlastung pflegender Angehöriger als auch zur Unterstützung der Pflegebedürftigen selbst beitragen.

Solche Angebote sind beispielsweise die bekannten Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz, die häuslichen Betreuungsdienste als auch die Familienentlastenden Dienste.

Für Pflegebedürftige in häuslicher Pflege ab Pflegegrad 2 besteht die Möglichkeit, Gelder in Höhe von bis zu 40% der Pflegesachleistung für nach Landesrecht anerkannte Unterstützungsangebote im Alltag im Rahmen einer Kostenerstattung einzusetzen. Dies gilt nur, soweit für den entsprechenden Leistungsbetrag im jeweiligen Kalendermonat keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden.

 

Spezielle Angebote

Unter dieser Rubrik finden Sie Angebote, die keinem der vorangegangenen Bereiche zuzuordnen sind (z.B. Begleitdienste, spezielle Vorträge, Freizeit- und Ferienangebote für Menschen mit Behinderung, Kuren für pflegende Angehörige).

Weitere Informationen

Ambulante Pflegedienste
Sie können in der häuslichen Versorgung Ihres Angehörigen durch ambulante Pflegedienste unterstützt und entlastet werden. Diese Dienste bieten pflegerische Leistungen im Rahmen der Behandlungspflege und körperbezogene Pflegemaßnahmen, Hilfen bei der Haushaltsführung sowie pflegerische Betreuungsmaßnahmen an. Weiteres entnehmen Sie bitte der Broschüre „Ambulante Dienste“.

Tagespflege
Pflege- und hilfsbedürftige Menschen werden tagsüber, in der Regel montags bis freitags, durch ein geschultes Mitarbeiterteam betreut (siehe Broschüre „Tages- und Nachtpflege“).

Nachtpflege
Durch die Möglichkeit der Nachtpflege werden pflegende Angehörige entlastet und können selbst eine ungestörte Nachtruhe verbringen. Die Nachtgäste sind in der Regel von 19:00 bis 8:00 Uhr in einer stationären Pflegeeinrichtung (siehe Broschüre „Tages- und Nachtpflege“).

Kurzzeitpflege und Ersatzpflege / Verhinderungspflege
Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, kann der Pflegebedürftige (ab Pflegegrad 2) vorübergehend in einer stationären Pflegeeinrichtung (Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege) oder mit Unterstützung ambulanter Dienste oder anderer Pflegepersonen zu Hause (Verhinderungspflege) versorgt werden. Mehr Informationen finden Sie in unserer Broschüre. „Kurzzeitpflege“.

Hilfsmittel
Es gibt eine Vielzahl von Hilfsmitteln (Pflegebett, Toilettensitzerhöhung, Haltegriffe, spezielles Essbesteck u.v.m.), die die Versorgung Ihres Angehörigen erleichtern. Fragen Sie dazu bitte bei den Pflegeberatern der Pflegekassen, den ambulanten Pflegediensten oder in einem Sanitätshaus nach.

Mahlzeitendienste - Essen auf Rädern - Mittagstische
Das Mittagessen wird ins Haus geliefert. Es kann meist zwischen verschiedenen Kostformen gewählt werden. Es gibt unterschiedliche Formen der Essenslieferung (z.B. frisch gekocht oder tiefgefroren).

Mittagstische werden auch von Bürgergruppen, Kirchengemeinden, stationären Pflegeeinrichtungen, den Tafeln im Landkreis Ludwigsburg (www.tafel-bw.de) und Kantinen von Verwaltungen oder größeren Firmen angeboten.

Hausnotruf
Durch Auslösen des Hausnotrufes besteht die Möglichkeit, überall in der Wohnung Hilfe anzufordern. Über eine schnurlose Sprechverbindung besteht sofort Kontakt zur Hausnotrufzentrale. Von dort können Kontaktpersonen (Angehörige, Bekannte, Ambulante Dienste) verständigt oder ggf. weitere Schritte in die Wege geleitet werden.

Fahrdienst
Die Fahrdienste bieten den hilfsbedürftigen Menschen - auch Rollstuhlfahrern - die Möglichkeit, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Weitere Informationen finden Sie über die Homepage des Landkreises Ludwigsburg oder unter der Telefonnummer 0711 13678945.
Teilweise bieten auch Taxiunternehmen Transportmöglichkeiten für Menschen mit mobiler Einschränkung an.

Beratungsstelle für barrierefreies Bauen und Wohnen
Ein möglichst langes selbstständiges Leben in der vertrauten Umgebung kann durch Anpassungen der Wohnung maßgeblich unterstützt werden. Eine Beratung durch ein multiprofessionelles Team hilft, auch vor Ort, gemeinsam gute und bezahlbare Lösungen zu finden. Die Prüfung von barrierefreien Wohnungen, auch per Planungsunterlagen, ist ebenfalls möglich.

Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Ludwigsburg e.V.
Beratungsstelle für barrierefreies Bauen und Wohnen
Brigitte Seiferheld
Alt-Württemberg-Allee 41
71638 Ludwigsburg
Telefon 07141 121-245 oder i-Punkt
Telefax 07141 121-222
seiferheld(at)drk-ludwigsburg.de
www.drk-ludwigsburg.de

Gesetzliche Betreuung / Vorsorgevollmacht
Durch Krankheit oder Unfall kann man in eine Situation kommen, in der selbstverantwortliches Handeln nicht mehr möglich ist und sinnvolle Entscheidungen nicht getroffen werden können.

Die Vorsorgevollmacht regelt eine solche Situation im Vorfeld. Die gesetzliche Betreuung muss dann eingerichtet werden, wenn keine Vorsorge getroffen wurde. In der Vorsorgevollmacht und bei der gesetzlichen Betreuung werden wichtige persönliche Grundrechte geregelt (u.a. Bestimmung des Aufenthaltsortes, Gesundheit, Vermögen).

Information und Beratung erhalten Sie bei:

Landratsamt - Betreuungsbehörde -
Hindenburgstraße 30
71638 Ludwigsburg
Telefon 07141 144-2464
Telefax 07141 144-59411
Betreuungsbehoerde(at)Landkreis-Ludwigsburg.de 
www.landkreis-ludwigsburg.de

Betreuungsverein für den Landkreis Ludwigsburg e.V.
Talstraße 24
71634 Ludwigsburg
Telefon 07141 86502-0
Telefax 07141 86502-55
info(at)betreuungsverein-lb.de 
www.betreuungsverein-lb.de

und den Bezirksnotariaten (in Württemberg gleichzeitig Betreuungsgerichte). Zum 1. Januar 2018 werden alle staatlichen Notariate aufgelöst, wobei die dort bisher bestehenden gerichtlichen Zuständigkeiten auf die Amtsgerichte übergehen. Zur Beratung und Beurkundung einer Vollmacht kann jeder Notar angefragt werden.

Sitzwachen- und Hospizgruppen / Stationäres Hospiz
Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospiz- und Sitzwachengruppen begleiten unheilbar erkrankte und sterbende Menschen in der letzten Lebensphase in deren häuslichen Umfeld oder in einer stationären Pflegeeinrichtung. Stationäre Hospize bieten unheilbar Kranken eine umfassende und ganzheitliche Sterbe- und Trauerbegleitung in einer speziellen Einrichtung (siehe Broschüre „Hospizarbeit“).

Seminar zur Begleitung Schwerkranker und Sterbender
Das Seminar bietet einen geschützten Rahmen, sich mit Tod und Sterben im Blick auf einen nahestehenden Menschen auseinander zu setzen und Möglichkeiten zu finden, ihm die letzte Lebensphase zu erleichtern (siehe Broschüre „Hospizarbeit“). 

Palliative Care
„Palliative Care“ bedeutet die umfassende, aktive Fürsorge für Patientinnen und Patienten, deren Krankheit auf kurative (heilende) Maßnahmen nicht mehr reagiert. Weder beschleunigt sie den Tod noch verzögert sie ihn. Palliative Care bietet Erleichterung bei Schmerzen und anderen belastenden Krankheitszeichen, integriert psychologische und spirituelle Aspekte in die Pflege und unterstützt die Familie bei der Bewältigung der schwierigen Situation. Dienste mit entsprechendem Angebot finden Sie in den Broschüren „Ambulante Dienste“ und „Hospizarbeit“.

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Das Angebot der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) richtet sich an Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung, die unter einer ausgeprägten Symptomatik leiden oder eine aufwändige Versorgung benötigen. Im Vordergrund steht die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität sowiedie Linderung von belastenden Symptomen, die als Krankheitssymptome oder Begleiterscheinung der Erkrankung und ihrer Behandlung auftreten können.

Das Palliative-Care-Team besteht aus Ärzten und Pflegekräften mit einer speziellen Weiterbildung in der Palliativversorgung sowie ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ambulanten Hospizdienste.

Das Palliativ-Care-Team ergänzt die Leistungen des Hausarztes oder eines Pflegedienstes in enger Absprache mit dem Patienten.

Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an die

Geschäftsstelle und Koordination des Palliative-Care-Teams im Landkreis Ludwigsburg
Posilipostraße 4
71640 Ludwigsburg
Telefon 07141 99-60430
Telefax 07141 99-60438
lb.palliative-care-team(at)kliniken-lb.de
www.pct-landkreis-ludwigsburg.de

Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
Selbsthilfe Demenz
Die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg unterstützt Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen durch Information, Beratung und die Vermittlung von Unterstützungsangeboten:

im InfoPortal Demenz:                  www.alzheimer-bw.de
am Beratungstelefon:                   0711 248496-63
mit hilfreichen Broschüren, die kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr erhältlich sind.

Die aktuelle Broschüre Für pflegende Angehörige finden Sie hier.

Weitere Informationen